Hoffbauerstraße
Straßenschlüssel:
Hoffbauerstraße
Inkraft getreten: 1927, Außerkraft getreten: 1976
Ehemalige Straßennamen:
Erläuterung aktueller Straßenname:
Karl Hoffbauer war bis 1916 Rektor der Augustaschule in der Theaterstraße. Er war wohnhaft in der Fürstenwalder Straße 61. Weitere Daten sind derzeit nicht bekannt. Auf sein Betreiben wurde die Augustaschule zum Lyzeum umgewandelt, einer höheren Lehranstalt für Mädchen. Dieses wurde 1923 in die einstige Baugewerkeschule in der Kaiserstraße verlegt. Sie hieß fortan Heinrich-von-Kleist-Oberschule. Eine südlich der Schule verlaufende Verbindungsstraße wurde nach dem ehemaligen verdienstvollen Rektor Hoffbauer benannt.
Geschichtliche Entwicklung:
Die Anhöhen westlich der Altstadt mit Ihren Wallanlagen waren nach 1800 sukzessive bebaut worden, beginnend 1802 mit dem alten Friedhof (Kleistpark). Es entstand ein abwechslungsreicher Stadtteil, meist als Obere Stadt bezeichnet. Dieser blieb auch von größeren Kriegszerstörungen verschont. Die Wohngegend bot recht hohe Lebensqualität durch den Kleistpark als grüne Lunge, sowie viele Villengrundstücke mit großen Gärten. Ebenfalls fanden hier wichtige Schulbauten ihren Platz, so das Realgymnasium oder die Baugewerkeschule, später Heinrich-von-Kleist-Oberschule. Südlich dieser wurde lange Zeit ein ,,Filetgrundstück" freigehalten. Hier war eine Garnisonskirche für die zahlreichen in Frankfurt stationierten Militärangehörigen geplant. Mit der deutschen Niederlage im I.Weltkrieg und der durch Versailler Verträge erzwungenen radikalen Demilitarisierung Deutschlands waren diese Pläne obsolet. Besagtes Grundstück war durch eine bis dato namenlose Straße von der Kleistoberschule getrennt. Mitte der 1920er-Jahre wurde es mit modernen Wohnhäusern unter Federführung von Architekt Martin Kießling bebaut. Um 1925 erhielt die Straße den Namen Hoffbauerstraße. Nach 1976 wurde diese der Wieckestraße zugeschlagen.