Horst-Wessel-Platz
Straßenschlüssel:
Horst-Wessel-Platz
Inkraft getreten: 1933, Außerkraft getreten: 1948
Ehemalige Straßennamen:
Erläuterung aktueller Straßenname:
Horst-Wessel-Platz: Horst Ludwig Georg Erich Wessel wurde am 09. Oktober 1909 in Bielefeld als Sohn eines Pfarrers geboren. Wessel war in Berlin SA-Sturmführer. Er wurde von KPD-Mitgliedern ermordet und danach zum Märtyrer der nationalsozialistischen Bewegung hochstilisiert. Er verfasste den Text des späteren ,,Horst-Wessel-Liedes“. Dieses wurde erstmals am 26. Mai 1929 erstmals bei einem SA-Aufmarsch in Frankfurt (Oder) gesungen. Hier war Wessel, seit 1926 Mitglied der SA und der NSDAP, selbst zugegen. Am 14. Januar 1930 wurde Wessel vom Kommunisten Albrecht Hoehler in seiner Friedrichshainer Wohnung angeschossen und verstarb am 23. Februar an den Folgen seiner Verletzung. Grund für den Anschlag auf Wessel waren private Streitigkeiten mit seiner Vermieterin, der Witwe eines Kommunisten, die ehemalige Kameraden zur Hilfe bat. Horst Wessels Leichnam wurde am 1. März 1930 auf dem Berliner Nikolaifriedhof beigesetzt.
Geschichtliche Entwicklung:
Der Schinkelplatz entstand zu Beginn der 1930er-Jahre gemeinsam mit der Brandenburger und der Potsdamer Straße im Zuge der Errichtung der höheren technischen Staatslehranstalt (zu DDR-Zeiten: Ernst-Thälmann-Berufsschule, jetzt Oberstufenzentrum) und der Mädchenberufschule (Betriebsberufschule des VEB Halbleiterwerk, später BBW, Haus der Wirtschaft, jetzt Evangelische Schule). 1933 wurde er in Horst-Wessel-Platz umbenannt. Von 1948 bis 1992 hieß er Thälmannplatz. Danach ging er in der Potsdamer Straße auf.