Hussitenstraße

Straßenschlüssel:
Hussitenstraße

Inkraft getreten: , Außerkraft getreten: -

Ehemalige Straßennamen:

Erläuterung aktueller Straßenname:

Unter den Hussiten versteht man landläufig verschiedene reformatorisch, teils revolutionäre Bewegungen, welche im Böhmen des 15. Jahrhunderts ihren Ausgang nahmen. Voran ging 1415 die Verbrennung des Theologen und Reformators Jan Hus, der trotz zugesicherten freien Geleits durch König Sigismund beim Konstanzer Konzil verhaftet und später öffentlich verbrannt wurde. Die Hussiten wurden teilweise vom Böhmischen Adel unterstützt, bestanden aber meist aus Geistlichen niederen Ranges, Bauern und städtischen Mittel- und Unterschichten. Sie einigte das in den vier Prager Artikeln zusammengefasste Forderungsprogramm. Ihr Hauptgegner waren die böhmischen Könige, welche seinerzeit die römisch-deutschen Kaiser stellten, sowie die römisch-katholische Kirche. Die Jahre 1419–1434 gingen in die Geschichtsbücher als Zeit der Hussitenkriege ein. Das aufständische Hussitenheer eilte von Sieg zu Sieg und stieß über Schlesien und Österreich in die deutschen Fürstentümer vor. Dabei ging es sehr grausam vor, zahlreiche Städte wurden gebrandschatzt. Im April 1432 war neben anderen brandenburgischen Städten auch Frankfurt (Oder) Ziel der Aufständischen. Die Kämpfe endeten 1436 nach Verhandlungen. Zuvor mehrten sich jedoch die Niederlagen der Hussitenheere.

Geschichtliche Entwicklung:

Im Plan von 1939 als (vermutlich) künftige Straße im Bereich des heutigen Neuberesinchens eingetragen, die nie realisiert wurde.