Im Heimkehrlager
Straßenschlüssel:
Im Heimkehrlager
Inkraft getreten: - , Außerkraft getreten: -
Ehemalige Straßennamen:
Erläuterung aktueller Straßenname:
Im Heimkehrlager: 1915 entstand ein Kriegsgefangenenlager westlich des auf freiem Felde liegenden Landgutes Gronenfelde. Daran erinnert die Heilandskapelle, die einst von russischen Kriegsgefangenen im russischen Blockhausstil errichtet wurde. Nach Auflösung des Lagers entstand eine Siedlung mit überwiegend Doppelhäusern mit großen Gärten. Hier siedelten sich Deutsche aus nach dem Versailler Vertrag an die Republik Polen übergebenen Gebieten an. Sie waren quasi in die deutsche Heimat ,,heimgekehrt". So hieß diese Siedlung noch einige Jahre nach Kriegsende Heimkehrlager.
Geschichtliche Entwicklung:
Der Gronenfelder Weg führte von der Goepelstraße nördlich des Städtischen Krankenhauses westwärts am Gut Gronenfelde vorbei nach Booßen. Mit dem Bau des Hansaviertels benannte man den Abschnitt bis zur Kreuzung mit der (längst verschwundenen) Bahnlinie Frankfurt(Oder)-Küstrin in Hansastraße um. Ab 1927 entstanden erste Siedlungshäuser auf dem Gelände des einstigen Kriegsgefangenenlagers. Hier fanden hauptsächlich Umsiedler aus den nunmehr zu Polen gehörenden einstigen deutschen Ostprovinzen ein Zuhause. Deshalb spricht man auch von der Heimkehrsiedlung. Gronenfelde ist der Name eines Gutes, welches auf dem Stadtplan von 1925 bereits als Fürsorgeheim benannt wurde. Der unmittelbar an der Siedlung gelegene Teil des Gronenfelder Wegs hieß von vermutlich 1927 bis 1934 noch ,,Im Heimkehrlager", danach bis 1948 Heimkehrstraße. Zwischen Birnbaumsmühle und Chaussee Frankfurt-Booßen entstand 1936 eine befestigte Straße. Seit 1948 heißt die komplette Straße Gronenfelder Weg.