Jüdenstraße
Straßenschlüssel:
Jüdenstraße
Inkraft getreten: 1809, Außerkraft getreten: 1953
Ehemalige Straßennamen:
Erläuterung aktueller Straßenname:
Jüdenstraße: In dieser Straße lebten in der Vergangenheit viele jüdische Mitbürger.
Geschichtliche Entwicklung:
Die Jüdenstraße ist erstmals 1809 erwähnt worden und war davor Teil der Schmiedegasse. (zwischen Richt- und Großer Scharrnstraße). Bis dahin hieß der Südteil der Richtstraße zwischen Schmiede- und Grapengießergasse Judengasse. Zum Ende des II.Weltkriegs wurde die Frankfurter Altstadt überwiegend durch Brandstiftung zerstört. Viele Gebäude trugen nur leichte oder mittelgroße Beschädigungen davon und es wäre durchaus die Möglichkeit zur Wiederherstellung vorhanden gewesen. Trotzdem erfolgte deren Abriss. Die Flächen wurden im sozialistischen Stil überbaut, ohne auf das alte Straßenraster Rücksicht zu nehmen. Zwischen der Jüden- und der Regierungsstraße blieb ein Quartier unbebaut, der spätere Brunnenplatz. Die Jüdenstraße behielt ihren Namen bis 1953, war danach wie der Platz namenlos. Ihre Reste wurden zwischen 1968 und 1970 mit dem sogenannten Experimentalbau überbaut. Seit 2000 trägt der Platz den Namen ,,Brunnenplatz".