Joseph-Haydn-Straße
Postleitzahl: 15234
Straßenschlüssel: 00170
Joseph-Haydn-Straße
Inkraft getreten: 1953
Postleitzahl:
- 15234
Stadtgebiet:
- 41 - Nuhnen Vorstadt
Ehemalige Straßennamen:
- Thorner Grund, 1923-1953
Erläuterung aktueller Straßenname:
Franz Joseph Haydn wurde am 31.März oder dem 1.April 1732 im österreichischem Rohrau geboren. Er war ein bedeutender österreichischer Komponist der Wiener Klassik. Seine 1797 entstandene Vertonung des Gedichts: ,,Gott erhalte Franz, den Kaiser, Unsern guten Kaiser Franz!“, das Kaiserlied, wurde zur Österreichischen Kaiserhymne. Später auch mit anderem Text Deutsche Nationalhymne. Haydn war das zweite von zwölf Kindern des Marktrichters Mathias Haydn und dessen Ehefrau Maria. Seine Eltern liebten die Musik und entdeckten zeitig die musikalische Begabung des Sohns. unterrichtete. Im Jahr 1740 wurde er vom musikalischen Direktor des Wiener Stephansdoms, Reutter, ob seiner Sangeskünste bemerkt. Haydn lebte neun Jahre als Chorsänger in Wien, wobei er erste Kompositionen schrieb. Nach seiner Entlassung aus dem Chor 1749 musste Haydn sich als freier Musiker durchschlagen. Durch erste selbstverfasste Musikstücke und Opern erhöhte sich seine Bekanntheit. 1758 erhielt Haydn eine Stelle als Musikdirektor beim Grafen von Morzin. Seine erste Sinfonie entstand. Es folgte für fast 30 Jahre eine ähnliche Stelle bei den Eszterhazys, einer der bedeutendsten ungarischen Magnatenfamilien. Diese Jahre waren Haydns schaffensreichste. Später folgten Bekanntschaften mit berühmten Musikerkollegen, wie Mozart. 1791 trennte sich die Familie Esterhazy von allen Musikern, Haydn wandte sich nach England, wo einige bekannte Werke wie die Sinfonie mit dem Paukenschlag entstanden. Nach seiner Rückkehr nach Wien errichtete er dort ein Anwesen, auf dem er seine letzten, mit Arbeit ausgefüllten Jahre, verbrachte. 1802 erkrankte er. Joseph Haydn verstarb, hochverehrt, am 31.Mai 1809 in Wien, wo er auf dem Hundsturmer Friedhof (heute Haydnpark) beigesetzt wurde.
Geschichtliche Entwicklung:
Nach dem verlorenen I.Weltkrieg gingen weite Teile der preußischen Provinzen Westpreußen, Posen und Oberschlesien an die neu entstandene Republik Polen bzw. die Freie Stadt Danzig. Weite Gebiete der Eisenbahndirektionen Posen, Danzig und Bromberg kamen an diese beiden Staaten. Der bei Deutschland verbliebene Rest wurde 1920 zur Reichsbahndirektion Osten zusammengefasst, die 1923 ihren Sitz in Frankfurt nahm. Das bedeutete für zahlreiche Angestellte, nach Frankfurt zu ziehen, wo nun Wohnungen benötigt wurden. Dafür stellte die Stadt Frankfurt an der Oder auf dem Gelände des einstigen Gutes Paulinenhof große Flächen Bauland zur Verfügung. Der Architekt Martin Kießling wurde mit dm Bau beauftragt und schuf eine gartenstadtähnliche Siedlung. Deren Straßen benannte man nach den früheren Heimatorten der neuen Bewohner. So auch den Thorner Grund, der seinen Namen 1923 erhielt. Die nach dem zweiten Weltkrieg an die Macht gekommenen Kommunisten wollten die Erinnerung an die einst deutschen Städte tilgen. Die Straßen wurde meist nach bekannten Komponisten umbenannt wie in diesem Fall 1953 nach dem Komponisten Joseph Haydn..