Käthe-Kollwitz-Straße
Postleitzahl: 15234
Straßenschlüssel: 00203
Käthe-Kollwitz-Straße
Inkraft getreten: 1965
Postleitzahl:
- 15234
Stadtgebiet:
- 41 - Nuhnen Vorstadt
Ehemalige Straßennamen:
- Wißmannstraße, 1925-1965
Erläuterung aktueller Straßenname:
Käthe Kollwitz, geborene Schmidt wurde am 08. Juli 1867 in Königsberg (Preußen) geboren. Käthe Kollwitz war eine deutsche Malerin, Grafikerin und Bildhauerin. Ihre Werke zeugten von einem eigenen Kunststil, der expressionistische und realistische Elemente vereinte. Sie war Tochter eines Juristen, der auf Grund seiner politischen Ansichten keine Anstellung fand und deshalb als Maurer sein Brot verdiente. Kindheit und Jugend verbrachte Käthe Kollwitz in Königsberg. Hier lebte sie bis 1885 und nahm ab 1881 Malunterricht. Das Studium an einer Kunstakademie blieb ihr als Frau verwehrt. Später studierte sie dennoch in München. 1891 heiratete sie ihren langjährigen Verlobten Karl Kollwitz. Sie zogen in den Berliner Arbeiterbezirk Prenzlauer Berg. Nach Geburt ihrer Söhne war Käthe Kollwitz von 1898 bis 1902/1903 Lehrerin an der Damenakademie des Vereins der Berliner Künstlerinnen. Sie nahm erstmals an der großen Berliner Kunstausstellung teil mit dem Werk ,,Ein Weberaufstand“. 1914 fiel ihr Sohn Peter im I. Weltkrieg, worauf sie sich pazifistischen und sozialistischen Anschauungen zuwandte. Fortan schuf sie öfter zahlreiche Plakate und kleinere graphische Arbeiten, die diese widerspiegelten. Käthe Kollwitz gehörte nie einer Partei an, unterstützte aber sozialistische Ideen. 1933 musste sie die Preußischen Akademie der Künste verlassen. Ihre Werke wurden aus Ausstellungen entfernt und auf dem internationalen Kunstmarkt verschleudert. Doch man ließ sie unbehelligt bis 1940 weiterarbeiten. Sie musste den Verlust von Mann und Sohn und die Kriegszerstörung ihrer Wohnung verkraften, wobei viele ihrer Werke verloren gingen. 1944 kam sie nach Moritzburg bei Dresden, wo sie am 22. April 1945 verstarb. Sie wurde auf dem Berliner Zentralfriedhof Friedrichsfelde bestattet, ihr Grab ist Ehrengrab der Stadt Berlin.
Geschichtliche Entwicklung:
In den späten 1920er- und 1930er dehnte sich die Bebauung in der Nuhnenvorstadt(West) auch nördlich der Hindenburgstraße (heute August-Bebel-Straße) zwischen den Kasernenkomplexen aus. Auf dem Stadtplan von 1925 findet man die Wißmannstraße. Diese verlief von der Hindenburgstraße nordwärts und bog nordwestwärts ab und endete an der Rathenaustraße. 1965 wurde sie in Käthe-Kollwitz-Straße umbenannt.