Küstriner Straße
Straßenschlüssel:
Küstriner Straße
Inkraft getreten: - , Außerkraft getreten: -
Ehemalige Straßennamen:
Erläuterung aktueller Straßenname:
Küstriner Chaussee: Chaussee ist der französische Begriff für Landstraße; Kostrzyn nad Odrą, deutsch Küstrin (bis 1928 Cüstrin geschrieben) ist eine Kleinstadt und wichtiger Verkehrsknotenpunkt und Wirschaftsstandort in der polnischen Wojewodschaft Lebus. Die Einwohnerzahl betrug am 31-12.2020 17.704 Einwohner. Bis 1945 erstreckte sich die Stadt über beide Oderufer. Der östlich des Flusses gelegene Stadtteil (Neustadt) wurde nach dem II. Weltkrieg unter polnische Verwaltung gestellt. Aus dem westlich der Oder gelegenen kleineren Teil wurde der deutsche Ort Kietz (heute Ortsteil Küstrin-Kietz) der zum Landkreis Märkisch-Oderland gehörigen Gemeinde Küstriner Vorland. Namensherkunft: kosterin: slawisch für einen ,,Ort, an dem viel Borstenhirse wächst“. Die urkundliche Ersterwähnung ist für 1232 bezeugt.1232 beauftragte der Herzog von Großpolen Wladyslaw Odonim die Tempelritter mit der Anlage eines Marktes nach deutschem Recht zu errichten. 1261 würde K. als Stadt erwähnt und kam zur Mark Brandenburg, 1300 erhielt es Magdeburger Stadtrecht. Anfang des 15. Jahrhunderts ließ der Deutsche Orden die erste Oderbrücke und eine Burg errichtet. Diese wurde später als Ordensburg ausgebaut. 1455 kam K. wieder zu Brandenburg. 1535 wurde Küstrin Residenz des Markgrafen Johann von Brandenburg-Küstrin Der ließ die Stadt zur Festung ausbauen. 1571 starb der Markgraf und Brandenburg-Küstrin fiel wieder an das Kurfürstentum Brandenburg. Seitdem war Küstrin brandenburgische, später preußische Garnisonsstadt. 1806-1814 war die Stadt von Napoleonischen Truppen besetzt. 1857 bekam K. Anschluss an die Ostbahn, was zum wirtschaftlichem Aufschwung führte. Nach dem I. Weltkrieg und dem Versailler Vertrag mussten militärische Einrichtungen geschleift werden. Im Ergebnis des II. Weltkriegs erfolgte die 90-prozentige Zerstörung der Stadt.
Geschichtliche Entwicklung:
Vor 1850 begann sich die Lebuser Vorstadt rasant nordwärts auszudehnen.. 1846 erhielt die Verlängerung der Berliner Straße den Namen Cüstriner Straße (ab 1928 Küstriner Straße). Hier siedelte sich viel Industrie an. Von 1898 fuhr die Straßenbahn bis zum Schlachthof. 1959 wurde die Straße in Herbert-Jensch-Straße umbenannt. Nach 1990 wurden die alten Betriebe geschlossen und zum Teil abgerissen.