Klement-Gottwald-Straße

Straßenschlüssel: 07040
Klement-Gottwald-Straße

Inkraft getreten: 1978, Außerkraft getreten: 1991

Ehemalige Straßennamen:

Erläuterung aktueller Straßenname:

Klement Gottwald wurde am 23. November 1896 im mährischen Dědice (Österreich-Ungarn) geboren. Gottwald war ein tschechoslowakischer kommunistischer Diktator. Der Sohn einer Landarbeiterin erlernte nach der Volksschule den Tischlerberuf. Im I.Weltkrieg desertierte er aus der österreichisch-ungarischen Armee. Über sozialistische Jugendverbände kam er in die Führungsspitze der kommunistischen Partei, deren Bolschewisierung forcierte. 1929 wurde Gottwald Generalsekretär der KSČ, sowie 1929–1939 sowie 1945–1948 Abgeordneter der Nationalversammlung. Nach dem II.Weltkrieg war er von 1946 bis 1948 Ministerpräsident und nach dem Februarputsch 1948 erster kommunistischer Staatspräsident der Tschechoslowakei. Gottwalds repressiven System und seiner kommunistischen Diktatur fielen in der Tschechoslowakei mindestens 178 Menschen aus politischen Gründen zum Opfer, nicht gezählt diejenigen, welche in Arbeitslagern und Uranminen zu Tode kamen oder ohne Prozess von der Geheimpolizei ermordet wurden. Gottwald verstarb am 14. März 1953 in Prag.

Geschichtliche Entwicklung:

Der Stadtteil Neuberesinchen entstand seit 1977 auf einer Fläche, die im Norden von der Großen Müllroser Straße, im Westen vom Gelände des Lutherstifts und des Hauptfriedhofs, im Süden von der Eisenbahnlinie nach Grunow und im Osten von der Eisenbahnlinie nach Guben begrenzt wird. Dort fanden sich bis dato Felder, Gärten und eine lockere Eigenheimbebauung. Etwa in der Mitte der Fläche befand sich die ehemalige Baumschule Heinrich Jungclaussen, deren Gelände in die Bebauung integriert wurde. Um diese herum entstand 1978 auch der II.Wohnkomplex von Neuberesinchen, dessen südlicher Teil durch die 1978 so benannte Klement-Gottwald-Straße halbkreisförmig erschlossen wurde. Sie wurde 1991 in ,Konrad-Wachsmann-Straße" umbenannt.