Konrad-Wachsmann-Straße

Postleitzahl: 15232

Straßenschlüssel: 00196
Konrad-Wachsmann-Straße

Inkraft getreten: 1991

Postleitzahl:

  • 15232

Stadtgebiet:

  • 22 - Neuberesinchen-Nord
  • 23 - Neuberesinchen-Süd

Ehemalige Straßennamen:

  • Klement-Gottwald-Straße, 1978-1991
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Erläuterung aktueller Straßenname:

Konrad Ludwig Wachsmann wurde am 16. Mai 1901 in Frankfurt(Oder) geboren. Wachsmann war ein deutscher Architekt jüdischer Abstammung. Er emigrierte 1941 in die USA. Bekanntheit erlangte er durch Einsteins Sommerhaus in Caputh, dass er entwarf. Nach einer Tischlerlehre in der Werkstatt Münnich in Frankfurt (Oder), studierte er von 1920 bis 1924 in in Berlin und Dresden bei Tessenow, danach als Meisterschüler bei Hans Poelzig an der TH Berlin. Wachsmann beschäftigte wegweisend mit industrieller Vorfertigung. 1926 wurde er Chefarchitekt des auf bei Christoph und Unmack in Niesky. 1932 gewann Wachsmann den Rom-Preis der Preußischen Akademie der Künste. Den Preis gab Wachsmann nach der Machtergreifung durch die Nazis zurück. 1938 emigrierte Wachsmann nach Paris, 1941 in die USA. Hier arbeitete er eng mit Walter Gropius zusammen Später wirkt Wachsmann an Forschungen mit, die helfen sollten, das Naziregime zu besiegen und den Weltkrieg zu beende. Auch nach Kriegsende widmet er sich Forschung und Lehre, von 1964 an war Wachsmann in Los Angeles tätig. Konrad Wachsmann verstarb am 25. November 1980 in L.A.. Er fand auf dem Friedhof seiner Geburtsstadt Frankfurt (Oder) seine letzte Ruhe. Am 7. Mai 2012 wurden in Frankfurt (Oder) für ihn, seine Mutter Else Wachsmann (geborene Bodenstein, *1872) und seine Schwester Charlotte Philippine Bleistein (geborene Wachsmann, *1899) Stolpersteine verlegt. Mutter und Schwester waren ins Rigaer Ghetto deportiert worden, wo sie ums Leben kamen.

Geschichtliche Entwicklung:

Der Stadtteil Neuberesinchen entstand seit 1977 auf einer Fläche, die im Norden von der Großen Müllroser Straße, im Westen vom Gelände des Lutherstifts und des Hauptfriedhofs, im Süden von der Eisenbahnlinie nach Grunow und im Osten von der Eisenbahnlinie nach Guben begrenzt wird. Dort fanden sich bis dato Felder, Gärten und eine lockere Eigenheimbebauung. Etwa in der Mitte der Fläche befand sich die ehemalige Baumschule Heinrich Jungclaussen, deren Gelände in die Bebauung integriert wurde. Um diese herum entstand 1978 auch der II.Wohnkomplex von Neuberesinchen, dessen südlicher Teil durch die 1978 so benannte Klement-Gottwald-Straße halbkreisförmig erschlossen wurde. Sie wurde 1991 in ,Konrad-Wachsmann-Straße" umbenannt.

Karte: