Kopernikusstraße
Postleitzahl: 15234,15236
Straßenschlüssel: 00198
Kopernikusstraße
Inkraft getreten: 1953
Postleitzahl:
- 15234
- 15236
Stadtgebiet:
- 52 - Kosmonautenviertel
- 53 - Nuhnen
Ehemalige Straßennamen:
- Kanonenweg, 1933-1953
- Nuhnenstraße, 1938- 2008
Erläuterung aktueller Straßenname:
Nikolaus Kopernikus wurde am 19. Februar 1473 in Thorn im Königreich Polen geboren. Kopernikus war ein Domherr des Fürstbistums Ermland in Preußen sowie Astronom, Arzt, Mathematiker und Ökonom. Er begründete in seinem Hauptwerk ,,De revolutionibus orbium coelestium“ von 1543 ein heliozentrisches Weltbild. Diese ,,kopernikanische Wende“ wird als Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit betrachtet. Kopernikus‘ Eltern, wohlhabende Kaufleute verstarben zeitig. Sein Onkel, Fürstbischof des Ermlands, nahm sich Nikolaus und seiner drei Geschwister an. Kopernikus wurde zunächst an der Thorner St.-Johannis-Schule ausgebildet. Von 1491 bis 1494 besuchte Kopernikus gemeinsam mit seinem Bruder die Universität Krakau. 1495 wurde er Kanoniker der ermländischen Domschule in Frauenburg. Es folgten Studien in Bologna (1496/97-1500) und Padua, dazwischen Aufenthalte in Rom. 1503 wurde Kopernikus in Ferrara zum Doktor des Kirchenrechts promoviert. Im selben Jahr trat er in Frauenburg eine Stelle im Domkapitel zu Frauenburg an.In den Auseinandersetzungen mit dem Deutschen Orden, stand Kopernikus auf Seiten des Preußischen Bundes und des Königs von Polen. Die fürstbischöfliche Residenz musste zeitweilig nach Allenstein verlegt werden. Nach der Rückkehr nach Frauenburg widmete er sich immer mehr der astronomischen Forschung, in dessen Folge sein Hauptwerk entstand, später aber auch der Ökonomie und dem Münzwesen. Kopernikus verstarb am 24.Mai 1543 in Frauenburg und wurde im dortigen Dom beigesetzt.
Geschichtliche Entwicklung:
1933 entstand der Kanonenweg als Verbindungsstraße zwischen Müllroser Landstraße und Nuhnenstraße. Dies geschah parallel zur Errichtung einer Holzhaussiedlung für im Zuge der Weltwirtschaftskrise erwerbslos gewordene Familien. Einige der Holzhäuser sind bis heute fast unverändert erhalten. Im nördlichen Teil des Kanonenwegs wurden später vorbereitend auf den II.Weltkrieg Kasernenanlagen errichtet. 1953 wurde der Kanonenweg in Kopernikusstraße umbenannt. 1969/70 wurde östlich der Kopernikusstraße mit dem Bau eines neuen Wohngebiets begonnen, dem heutigen Kosmonautenviertel. Zunächst trugen die Neubauten ebenfalls den Namen Kopernikusstraße, später erfolgte die Umbenennung dieses Teils in Juri-Gagarin-Ring. 2008 wurde der einst zur Nuhnenstraße gehörige Abschnitt Kreisel Nuhnen bis Alte Nuhnenstraße der Kopernikusstraße zugeordnet.