Kuhgasse (Lebuser Vorstadt)

Straßenschlüssel:
Kuhgasse (Lebuser Vorstadt)

Inkraft getreten: 1870, Außerkraft getreten: 1882

Ehemalige Straßennamen:

Erläuterung aktueller Straßenname:

Kuhgasse: Vermutlich trieben die Ackerbürger der Lebuser Vorstadt ihre Rinder dort entlang zu den Weiden in den Oderwiesen.

Geschichtliche Entwicklung:

Bis zum Ende der 1980er-Jahre war die Güterschifffahrt auf der Oder ein bedeutender Wirschaftszweig. Allerdings war sie sehr witterungsabhängig. Da das Klima seinerzeit kälter war, war der Fluss im Winter oft zugefroren bzw. bedrohte Treibeis die Schifffahrt. Deshalb wurde am 27. Oktober 1906 in der „Frankfurter Oder-Zeitung“ die Fertigstellung des Winterhafens vermeldet. Dessen Länge beträgt rund 1000 Meter, die Gesamtwasserfläche fünf Hektar. Im Zusammenspiel mit dem benachbarten Umschlaghafen sollte Frankfurt noch mehr als bisher Zentrum des gesamten ostdeutschen Güterverkehrs werden. Die Geschichte des Straßennamens ,,Am Winterhafen" beginnt 1927. Die Straße parallel zur Oder (und dem Winterhafen) wird seit damals so benannt. Die Zufahrtstraße von der Küstriner (Cüstriner) Straße wurde spätestens seit den 1880er-Jahren als ,,Kleine Cüstriner Straße" bezeichnet. Zuvor war sie im Stadtplan von 1870 unter dem Namen Kuhgasse zu finden. 1928 änderte sich die Schreibweise der namensgebenden Stadt von Cüstrin in Küstrin, somit auch die Schreibweise der Straße. 1959 fand die Umbenennung der ehemaligen Küstriner Straße in Herbert-Jensch-Straße statt, wobei die Kleine Küstriner Straße ebenso benannt wurde. 1976 schlug man die frühere ,,Kleine Küstriner Straße" der Straße „Am Winterhafen“ zu.