Lebuser Chaussee
Postleitzahl: 15234
Straßenschlüssel: 00206
Lebuser Chaussee
Inkraft getreten: 1965
Postleitzahl:
- 15234
Stadtgebiet:
- 31 - Lebuser Vorstadt
- 32 - Hansa Nord
- 34 - Kliestow
Ehemalige Straßennamen:
- Landstraße, 1934 bis 1953
- Küstriner Chaussee 1953-1965
Erläuterung aktueller Straßenname:
Lebus liegt im Südosten des Landkreises Märkisch-Oderland (Land Brandenburg) ca. acht Kilometer nördlich von Frankfurt(Oder). Die Stadt erstreckt sich westlich der Oder zwischen Oderniedeung und Lebuser Hochfläche zwischen 20 und 56 Meter über dem Meeresspiegel. 2022 zählte sie 3161 Einwohner. Lebus ist ebenfalls Name einer historischen Landschaft im mittleren Odergebiet. Bis zur 1253 erfolgten Gründung von Frankfurt (Oder) war Lebus deren unbestrittener Mittelpunkt. Auf einem 500 Meter langen und bis zu 100 Meter breiten Bergrücken befinden sich Reste einer frühmittelalterlichen Burg. Sie war wahrscheinlich Hauptburg der slawischen Leubuzzi, eines Teilstamms der Wilzen, die im 9.Jahrhundert in das fast menschenleere Land einwanderten. Die Leubuzzi waren Namensgeber von Landschaft und Stadt. Nach Zerstörungen erfolgte um 1000 der Wiederaufbau durch die polnischen Piastenherrscher. 1125 wurde das Bistum Lebus gegründet und eine Kathedralkirche gebaut. Spätestens 1226 erhielt Lebus Stadtrecht. Bei Streitigkeiten innerhalb der polnischen Herrscherdynastie wurde die Burg abermals zerstört. Mitte des 13. Jahrhunderts wurden die Markgrafen von Brandenburg Herren über das Lebuser Land. Sie unterstützten jedoch die als Konkurrenz 1253 gegründete Stadt Frankfurt an der Oder. Lebus sank rasch zur auf das Niveau eines Landstädtchens herab. Der Bischofssitz wurde nach Göritz und später Fürstenwalde verlegt. 1432 wurde Lebus durch die Hussiten völlig zerstört. Die Burg verfiel, 1765 wurden die Reste abgetragen. 1945 wurde Lebus bei den Kampfhandlungen zum Endes des II.Weltkriegs fast völlig zerstört und in den 1950er/1960er Jahren wiederaufgebaut. Von 1816 bis 1950 bestand der Landkreis Lebus mit Sitz in Frankfurt(Oder), später in Seelow. Zwischen 1952 und 1990 gehörte Lebus zum Kreis Seelow im Bezirk Frankfurt(Oder). 1990 wurde der Kreis wieder Teil des neu konstituierten Landes Brandenburg.
Geschichtliche Entwicklung:
Die B112 trug auf Frankfurter Stadtgebiet zwischen 1934 bis 1953 den Namen Landstraße, von 1953 bis 1965 hieß sie Küstriner Chaussee. Seit 1965 ist der Name Lebuser Chaussee.