Leipziger Straße
Postleitzahl: 15230,15232,15234,15236
Straßenschlüssel: 00407
Leipziger Straße
Inkraft getreten: 1992
Postleitzahl:
- 15230
- 15232
- 15234
- 15236
Stadtgebiet:
- 12 - Gubener Vorstadt
- 13 - Halbe Stadt
- 21 - Altberesinchen
- 51 - Winzerviertel
- 52 - Kosmonautenviertel
Ehemalige Straßennamen:
- Ziegeleistraße, ca. 1850
- Müllroser Landstraße, 1922-1953
Erläuterung aktueller Straßenname:
Leipziger Straße: Leipzig ist eine Großstadt im Bundesland Sachsen mit 616.093 Einwohnern. Neben Hannover ist die Stadt Deutschlands wichtigste Messestadt. Im Jahr 1165 erhielt die Stadt das Stadtrecht und das Privileg, Märkte abhalten zu dürfen. Leipzigs Tradition als bedeutender Messestandort Mitteleuropas mit einer der ältesten Messen der Welt geht auf das Jahr 1190 zurück. Ebenso ist Leipzig Stadt ist ein bekanntes Zentrum des Buchdrucks und -handels. Hier befinden sich eine der ältesten Universitäten (1409), sowie weitere Hochschulen (Musik, Handel). 1539 wurde die Reformation endgültig in Leipzig eingeführt. Wie fast überall in Deutschland führte der 30-jährige Krieg zu schweren Rückschlägen in der Entwicklung. 1813 fand bei Leipzig eine der größten Schlachten der Napoleonischen Kriege statt, wobei dem französischen Heer die entscheidende Niederlage beigebracht wurde. 1839 erhielt Leipzig Eisenbahnanschluss. Im 19. Jahrhundert fand eine rasante Industrialisierung statt, verbunden mit Eingemeindungen und Bevölkerungszuwachs. Eine bedeutende politische Rolle spielte Leipzig als Sitz des Reichsgerichts. Im II. Weltkrieg gab es mehrfach Zerstörungen durch Bombenangriffe. Am 18. April 1945 erreichten amerikanische Truppen die Stadt, am 2. Juli übernahm die Rote Armee Leipzig. 1952 bis 1990 war Leipzig Hauptstadt des gleichnamigen DDR-Bezirks. Im Jahr 1989 läuteten die Montagsdemonstrationen und Friedensgebete in der Nikolaikirche die friedliche Revolution in der DDR ein. Heute ist Leipzig wichtiges Industrie-, Handels-, Kultur und Sportzentrum im Osten Deutschlands.
Geschichtliche Entwicklung:
Beresinchen ist eine alte Flurbezeichnung für eine Hochfläche, südwestlich der Altstadt von Frankfurt(Oder) gelegen. Der Name stammt aus dem Slawischen und bedeutet mit hoher Wahrscheinlichkeit ,,Birkenwäldchen". Auf der Fläche befanden sich Felder, Gärten, in früherer Zeit auch Weinberge, Frankfurter Bürger. Auch ein Gehöft oder Vorwerk, das vermutlich auch Beresinchen hieß, ist bezeugt. 1842 erhielt Frankfurt(Oder) Eisenbahnanschluss. Für die Eisenbahner und von der Bahn abhängige Handwerker entstand seitdem ein neuer Stadtteil, die Bahnhofsvorstadt, für die sich alsbald der Name Beresinchen einbürgerte. Seit 1863 ist die am ehemaligen Militärlazarett von der Fürstenwalder Straße abzweigende Leipziger Straße nordwestliche Tangente des Stadviertels. Sie durchquerte dieses von Nordost nach Südwest von der großen Eisenbahnunterführung zur Einmündung Kräuterweg. Von 1898 an verkehrte die Straßenbahn auf der Leipziger Straße bis zum Friedhof. 1953 wurde die Leipziger Straße mit Müllroser Landstraße, Teilen der Fürstenwalder Straße, dem Wilhelmsplatzes und der Logenstraße zur Wilhelm-Pieck-Straße zusammengeschlossen. 1981 wurde der Abschnitt zwischen Heinrich-Hildebrandt-Straße und Thilestraße Teil einer vierspurigen innerstädtischen Stadtschnellstraße, die dann über einen Neubauabschnitt quer durch den Kleistpark zur sogenannten Europakreuzung Karl-Liebknecht-Straße/Rosa-Luxemburg-Straße/Kieler Straße verlief. 1992 löste man die Wilhelm-Pieck-Straße wieder auf. Es entstanden Logenstraße, Heilbronner Straße, Leipziger Straße und Müllrose Chaussee. Die Leipziger Straße verläuft seitdem von der ,,Europakreuzung" zum Knoten Kopernikusstraße/Müllroser Chaussee/Eisenhüttenstädter Chaussee. Der bislang namenlose Abschnitt Europakreuzung- Heilbronner Straße wurde der Leipziger Straße hinzugefügt.