Lossower Straße
Postleitzahl: 15236
Straßenschlüssel: 00222
Lossower Straße
Inkraft getreten: 1933
Postleitzahl:
- 15236
Stadtgebiet:
- 53 - Nuhnen
Ehemalige Straßennamen:
Erläuterung aktueller Straßenname:
Frankfurts Ortsteil Lossow liegt sieben Kilometer südlich von Frankfurt (Oder), etwa 63 Meter über dem Meeresspiegel. Lossow zählt 503 Einwohner. Den Namen erhielt der Ort nach der Lokatorenfamilie Lossow. 1328 wurde das Dorf Lossow erstmals urkundlich nachweisbar. Der Frankfurter Patrizier Rakow erwarb 1438 den Freien Hof und das Dorf. Die Rakows starben 1512 aus, Lossow gehörte von da an bis 1806 der Familie Beerfelde. Im 30-jährigen und im Siebenjährigem Krieg wurde der Ort gebrandschatzt und geplündert. Neuer Besitzer wurde 1806 Landrat Schöning. Pächter war bis 1827 ein Herr Selle. Infolge der Befreiungskriege gegen Napoleon erlebte Lossow abermals Plünderungen. 1816 gelangte das Dorf zum Regierungsbezirk Frankfurt der preußischen Provinz Brandenburg bis zu dessen Auflösung 1945. 1844 entstand in Dorfnähe die Eisenbahnlinie Frankfurt(Oder)-Breslau. Im Zuge der Erdarbeiten entdeckte man einen vorgeschichtlichen Burgwall mit zahlreichen archäologischen Funden. 1945 war Lossow infolge der Kämpfe am Ende des II.Weltkriegs zu 35 % zerstört. Nach 1950 gehörte Lossow zum Landkreis Frankfurt(Oder) im Land Brandenburg. Im Zuge der Auflösung der Länder auf DDR-Gebiet gelangte der Ort zum Kreis Fürstenberg (von 1961 Eisenhüttenstadt-Land) im Bezirk Frankfurt(Oder). Am 01.Januar 1973 gemeindete man Lossow nach Frankfurt(Oder) ein.
Geschichtliche Entwicklung:
In den 1930er-Jahren dehnte sich Frankfurt(Oder) weiter ins Umland aus. Neben zahlreichen Kasernenbauten entstanden auch Wohnsiedlungen mit Gartenstadtcharakter. So auch eine Siedlung, die südöstlich der damaligen Reichsstraße 87 liegt. Kurz darauf entstand daran südlich anschließend die Autobahn (heute A12). Die besagte Siedlung wurde durch die Hohenwalder und die Lossower Straße erschlossen. Beide Namen tauchen bereits auf einem Stadtplan 1934 auf.