Magazinplatz
Straßenschlüssel:
Magazinplatz
Inkraft getreten: 1846, Außerkraft getreten: 1948
Ehemalige Straßennamen:
Erläuterung aktueller Straßenname:
Magazinplatz: Nach dem 1741 errichteten Militärmagazin, einen Stadtteil prägenden Fachwerkbau, benannte man 1846 den Platz. Das Magazin brannte in einer eisigen Winternacht Ende der 1960er-Jahre unter mysteriösen Umständen aus. Der Backsteinanbau wurde zu einem gesichtslosen Bürogebäude umgebaut.
Geschichtliche Entwicklung:
Nach dem Niedergang Frankfurts als Handelsstadt infolge des 30-jährigen Krieges wechselte die Bedeutung der Stadt zum Beamten- und Militärstandort. Zeichen dafür war die 1741 erfolgte Errichtung des großen Militär-Magazins in der Lebuser Vorstadt. Das imposante Fachwerkgebäude prägte fortan den Platz nördlich des einstigen Lebuser Tors und war namensgebend. Der Platz hieß bis von 1846 bis 1948 Magazinplatz. Hier entstand 1909 das Gemeinde- und Pfarrhaus der Georgengemeinde. Seit 1948 trägt der Platz den Namen des Widerstandskämpfers Karl Ritter.