Markendorfer Straße
Postleitzahl: 15234,15236
Straßenschlüssel: 00411
Markendorfer Straße
Inkraft getreten: 1992
Postleitzahl:
- 15234
- 15236
Stadtgebiet:
- 21 - Altberesinchen
- 41 - Nuhnen Vorstadt
- 51 - Winzerviertel
Ehemalige Straßennamen:
- Otto-Grotewohl-Straße, 1966 -1992
Erläuterung aktueller Straßenname:
Markendorf ist seit 1947 Ortsteil der kreisfreien Stadt Frankfurt(Oder). Es liegt ca. acht Kilometer südwestlich des Stadtzentrum von Frankfurt(Oder) auf 89 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Hier leben 1477 Einwohner (31.Dezember 2019). Markendorf wurde erstmals in alten polnischen Urkunden als Margrabiow erwähnt, benannt nach dem Lehnsherrn ,,margrabia Ludwig Rzymski“-Markgraf der Mark Brandenburg Ludwig dem ,,Römer“. Die Besitzer des Dorfes wechselten häufig. Die Schreibweise Markendorf tauchte erstmals 1538 auf. Über längere Zeit war die Familie von Burgsdorff Eigentümer größerer Anteile des Dorfes. Im 30-jährigen Krieg wurde Markendorf zerstört. Vom Ende des 17. Jahrhunderts an entwickelte Markendorf sich zum Gutsdorf. Im April 1945 folgten Zerstörungen bei Kämpfen am Endes des II.Weltkriegs. 1946 wurde das Gut enteignet, das Land im Zug der Bodenreform aufgeteilt. 1952 wurde hier Frankfurts erste LPG gegründet. Nach 1970 bestimmte das VEG Obstproduktion mit seinen Plantagen das Markendorfer Ortsbild. Zwischen 1957 und 1977 entstand in Frankfurt-Markendorf das VEB Halbleiterwerk als bis dato größter Betrieb der Branche in der DDR. 1983 wurden die ersten Gebäude des neuen Bezirkskrankenhauses, heute Klinikum, eingeweiht. 1988 erhielt Markendorf Straßenbahnanschluss an die Frankfurter Innenstadt. Nach der politischen Wende wurde das technologisch veraltete Halbleiterwerk geschlossen. Auf dem Werksgelände entstand ein neues Gewerbegebiet. Die Obstanbauflächen wurden verkleinert. Auf Teilflächen wurden ebenfalls neue Gewerbegebiete angesiedelt.
Geschichtliche Entwicklung:
Auf dem Stadtplan 1925 findet man erstmals die Markendorfer Straße. Sie verbindet die Hindenburgstraße mit der Kreuzung Weinbergweg/Damaschkeweg/Gelbe Presse. Spätestens 1964 war diese gemeinsam mit dem Weinbergweg in der Otto-Grotewohl-Straße aufgegangen. 1992 erfolgte die Rückbenennung in Markendorfer Straße