Maxim-Gorki-Straße
Postleitzahl: 15234
Straßenschlüssel: 00229
Maxim-Gorki-Straße
Inkraft getreten: 1948
Postleitzahl:
- 15234
Stadtgebiet:
- 41 - Nuhnen Vorstadt
Ehemalige Straßennamen:
- Fontanestraße, 1948-1981
Erläuterung aktueller Straßenname:
Maxim Gorki wurde am 16. März (nach julianischem Kalender) bzw. am 28. März 1868 als Alexej Maximowitsch Peschkow im russischen Nishni Nowgorod geboren. Er war ein russischer Schriftsteller. Da Alexei Peschkow in ärmsten Verhältnissen aufwuchs griff er das Elend der Massen in Russland als wichtiges Thema in seinen späteren Werken häufig auf. literarischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung geworden war. Sein Vater starb früh. Der junge Alexei kam mit seiner Mutter zu den Großeltern, wo körperliche Gewalt innerhalb der Familie an der Tagesordnung war. Nach dem Tod der Mutter an Tuberkulose nahm der Großvater ihn von der Schule. Der Junge verdingte sich als Lumpensammler und konnte sich zum Rechtsanwaltgehilfen hocharbeiten. Ende der 1880er Jahre kam er nach Kasan. Dort traf er erstmals auf Revolutionäre. Peschkow las viel und eignete sich so eine Menge Allgemeinwissen an. Ein Selbstmordversuch 1887 scheiterte.1889 gab es erste erfolglose literarische Versuche. 1892 erschien ein erstes kleines Werk in einer Provinzzeitung, unterzeichnet mit Maxim Gorki. Provinzzeitung Kawkas erschien, unterzeichnete Alexei Peschkow mit dem Pseudonym Maxim Gorki (,,der Bittere“). In Samara war er Zeitungsredakteur und gründete eine Familie, welche nach sechs Jahren zerbrach. Ab 1894 stellte sich allmählich schriftstellerischer Erfolg ein. 1901 erschienen erste revolutionäre Gedichte. Theaterstücke, wie ,,Nachtasyl“ ließen Gorki so bekannt werden, dass das Vorgehen der Obrigkeit gegen ihn zu massiven Protesten führte. Auf Betreiben Zar Nikolaus II. wurde seine Ehrenmitgliedschaft bei der Akademie der Wissenschaften ausgesetzt. Nach dem Petersburger Blutsonntag 1905 war Gorki kurzfristig inhaftiert. In diese Zeit fiel die erste Bekanntschaft mit Lenin. Bald musste Gorki jedoch ins Ausland emigrieren. Von 1907 bis 1913 lebte er auf Capri. 1913 kehrte Gorki wieder nach Russland zurück. 1917 kam es zum Streit mit Lenin. Gorki empfand den Zeitpunkt der Oktoberrevolution als zu früh und hatte Bedenken gegen eine Diktatur des Proletariats. Seine Versuche, den Repressionen gegen die Intelligenz entgegen zu wirken, führten zum endgültigen Bruch mit Lenin. Dieser schickte Gorki ins Ausland, zur Behandlung seiner Lungenerkrankung. Gorki verbrachte einige Jahre in Deutschland, unter anderem in Bad Saarow. Später folgten Aufenthalte in der Tschechoslowakei und Italien bis 1927, wo er weiter an Romanen schrieb. Ende 1927 kehrte Gorki in die Sowjetunion zurück und wurde ehrenvoll aufgenommen. Man verlieh ihm den Leninorden und er wurde ZK-Mitglied der KPdSU. Seine Geburtsstadt Nishni Nowgerod hieß seit 1932 in Gorki. Seine einstige Skepsis gegen die Revolution hatte er offenbar zu dieser Zeit abgelegt. Er soll in großem Luxus gelebt haben. Am 18. Juni 1936 starb Gorki, seine Urne wurde in der Kremlmauer in Moskau beigesetzt.
Geschichtliche Entwicklung:
1948 benannte man die bis dato namenlose Stichstraße in Maxim-Gorki-Straße. 1981 wurde der Südwestteil der Fontanestraße zwischen August-Bebel-Straße und Einmündung Maxim-Gorki-Straße ebenfalls der Maxim-Gorki-Straße zugeordnet.