Nikola-Tesla-Straße

Postleitzahl: 15236

Straßenschlüssel: 00578
Nikola-Tesla-Straße

Inkraft getreten: 2006

Postleitzahl:

  • 15236

Stadtgebiet:

  • 54 - Markendorf

Ehemalige Straßennamen:

  • Ringstraße, 1993-2007

Erläuterung aktueller Straßenname:

Nikola Tesla wurde am 10. Juli 1856 in Smiljan (Kroatien, Kaisertum Österreich) geboren. Tesla war Ingenieur, Erfinder und Forscher. Sein Lebenswerk brachte zahlreiche Neuerungen und Entwicklungen im Bereich Elektrotechnik auf den Weg. Er war Inhaber zahlreicher Patente, überwiegend in den USA. Tesla wurde als viertes Kind serbischstämmiger Eltern im kroatischen Dorf Smiljan geboren. Sein Vater war serbisch-orthodoxer Priester. Nach Besuch von Grund- und Mittelschule lernte er ab 1870 am Höheren Real-Gymnasium in Rakovac. 1875 begann er ein Studium an der Kaiserlich-Königlichen Technischen Hochschule Graz.1877/78 exmatrikulierte man Tesla, da er das Unterrichtsgeld nicht bezahlen konnte. Er nahm eine Stelle als Maschinenbauer in Marburg an der Drau an. 1879 wurde er aus Marburg verwiesen und ging zurück in sein Heimatdorf. Hier bekam er nach dem Tod des Vaters eine Anstellung als Aushilfslehrer. 1880 schloss Tesla an der Prager Karls-Universität sein Studium ab. 1882 erhielt er in Budapest eine Anstellung als Telegrafenamtstechniker bei einer, dem Amerikanische Elektro-Pionier Edison gehörenden, Firma. Im selben Jahr gelangte Tesla auf Empfehlung an eine führende Edison-Firma in Paris. 1884 zog er praktisch mittellos nach New York, wo er für Thomas Alva Edison arbeitete. Im März 1885 gründete Tesla seine erste eigene Firma und meldete die ersten Patente an. Nach Konkurs seiner Firma und zeitweiliger Arbeitslosigkeit lernte er Superintendent Alfred S. Brown und Anwalt Charles F. Peck kennen, die er von seinen Ideen überzeugte und 1887 als Teilhaber für eine neue Firma gewann. Ab 1888 arbeitete Tesla gemeinsam mit Westinghouse zusammen. Im August 1889 zog Tesla nach kurzem europäischen Aufenthalt nach New York, wo er sich ein eigenes Labor einrichtete. Sein Hauptziel blieb die drahtlose Energieübertragung.1891 erhielt er die amerikanische Staatsbürgerschaft. Immer wieder beschäftigten ihn finanzielle Problem nach dem Brand seines Labors und wegen seines aufwändigen Lebensstils. Am 20. März 1900 erhielt Tesla sein erstes Patent über die drahtlose Energieübertragung, welches jedoch eher für das Gebiet der Funktechnik Bedeutung hatte. Finanziell ging es danach auf und ab. Zahlreiche Patente wechselten mit Abstürzen des Exzentrikers, die zum Bruch mit diversen Geldgebern führten.Am 7. Januar 1943 im verstarb Tesla in New York. Die Urne mit seiner Asche befindet sich seit 1952 im Nikola-Tesla-Museum in Belgrad.

Geschichtliche Entwicklung:

1959 wurde in Frankfurt(Oder) der VEB Halbleiterwerk Frankfurt(Oder) gegründet. Ab 1961 begann man auf einem ehemaligen Militärübungsplatz nahe des Ortsteils Markendorf mit dem Aufbau eines neuen Werks, welches fortlaufend erweitert wurde. Bis 1989 waren über 8000 Mitarbeiter dort beschäftigt. Produziert wurden zunächst bipolare Halbleiter, danach bipolare Schaltkreise, ab Mitte der 1980er-Jahre sogenannte CMOS-Taschenrechnerschaltkreise. Nach den politischen Umbrüchen ab 1989 waren durch das Ende der Abschottung der DDR-Volkswirschaft die Erzeugnisse des Werks unwirtschaftlich und veraltet. Die Suche nach Investoren blieb erfolglos, so das das Werk bzw. dessen Nachfolgeunternehmen letztendlich abgewickelt wurde. Auf dem Gelände siedelten sich diverse Mittel- und Kleinunternehmen an. Um diese leichter aufzufinden, beschloss man, allen eine eigene Anschrift zuzuordnen. Das Werkstraßensystem wurde 1993 als öffentliche Straße mit der Bezeichnung Ringstraße gwidmet. Diese wurde 2007 aufgehoben und die einzenen Teilabschnitte erhielten eigene Namen, hauptsächlich nach bedeutenden Naturwissenschaftlern, Technikern, Industriellen, wie hier nach Nikola Tesla.

Karte: