Nonnenviertel
Straßenschlüssel:
Nonnenviertel
Inkraft getreten: 1567, Außerkraft getreten: 1706
Ehemalige Straßennamen:
Erläuterung aktueller Straßenname:
Nonnenviertel: Vor 1700 trug der Platz zwischen Franziskaner-Klosterkirche (heute Konzerthalle) und Reformierter (Nikolai-)Kirche die Bezeichnung ,,Nonnenviertel". Hierfür fehlt bis dato eine schlüssige Begründung. Die Franziskaner sind ein reiner Mönchsorden! Nonnen sind unverheiratete Frauen, die ihr Leben Gott geweiht haben. Sie leb(t)en in reinen Frauenklöstern, welches von einer Äbtissin geleitet wurde. Möglicherweise war der Name ein scherzhafte Anspielung auf die nahegelegene Badergasse. (Siehe ebenda)
Geschichtliche Entwicklung:
Die von der heutigen Karl-Marx-Straße nach Osten Richtung Oder abzweigende Collegienstraße trägt ihren Namen vermutlich schon länger als seit 1567. Besonders östlich der Kreuzung mit der Schulstraße bildet sie mit ehemaliger Nicolaikirche (Friedenskirche), Franziskaner-Klosterkirche (Konzerthalle ,,Carl Philipp Emanuel Bach"), ehemaligen Doppelpfarrhaus (Zwischenzeitlich Stadtarchiv und häufig fälschlich als Kollegienhaus bezeichnet) und einstigem Gerichtsgefängnis (jetzt Musikschule) einen der ältesten noch erhaltenen Plätze der infolge des letzten Weltkriegs untergegangenen Frankfurter Altstadt. In einem um das Jahr 1700 datierenden Stadtplan trug der Platz die Bezeichnung ,,Nonnenviertel".