Oskar-Wegener-Straße

Postleitzahl: 15234

Straßenschlüssel: 00566
Oskar-Wegener-Straße

Inkraft getreten: 2004

Postleitzahl:

  • 15234

Stadtgebiet:

  • 41 - Nuhnen Vorstadt

Ehemalige Straßennamen:

Erläuterung aktueller Straßenname:

Oskar Wegener wurde am 18.November 1877 in Breslau als Sohn eines Sattlers geboren. Nach Besuch der Volksschule erlernte er den Steinmetzberuf. Diesen übte er bis 1909 aus. Mittlerweile in Kassel ansässig, trat Wegener 1902 in die SPD ein. 1914 kam er nach Frankfurt(Oder) und wurde Geschäftsführer der Gesellschaft Gast- und Gewerkschaftshaus. Er war Unterbezirksführer der SPD. Von 1914 bis 1918 war er Soldat im I. Weltkrieg. Während der Novemberrevolution 1918 wählte man ihn zum Vorsitzenden des Fürstenwalder Arbeiter- und Soldatenrates und zum Delegierten des Ersten Rätekongresses in Berlin. Ab 1919 bis 1933 war er in Frankfurt (Oder) auch Vorsitzender der SPD-Stadtverordnetenfraktion. Zwischen 1931 und 1933 gehörte Wegener dem Brandenburger Provinziallandtag und dem Preußischen Landtag an. Er war Mitbegründer und Geschäftsführer der Frankfurter Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft GmbH (Gewoba). Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten kam er ins ab Juni 1933 in das Zuchthaus Sonnenburg. 1944 war er kurzzeitig im Arbeitserziehungslager Schwetig bei Frankfurt. Nach Kriegsende im Mai 1945 wurde Wegener Mitarbeiter von Oberbürgermeister Ernst Ruge, und ab September Leiter des Stadtbauamtes. Als amtierender SPD- Vorsitzender von Frankfurt(Oder) war er maßgeblich an der Zwangsvereinigung mit der KPD auf lokaler Ebene beteiligt und war Delegierter des Vereinigungsparteitages der SPD und der KPD am 21./22. April 1946 in Berlin. Bis 1947 gehörte er dem Parteivorstand der SED an. Nach Ruges Rücktritt August 1946 wurde Wegener Oberbürgermeister von Frankfurt(Oder), was später durch Wahl bestätigt wurde. In seine Amtszeit fiel eine Entscheidung über die Neugestaltung des zerstörten Stadtzentrums. Nach Unstimmigkeiten über eine geplante Zwangsverstaatlichung kommunaler Betriebe, legte Wegener zum 31. Dezember 1948 seine Ämter nieder. Fortan galt er nur noch als Arbeiterveteran, zog nach einigen Jahren in Frankfurt nach Eisenhüttenstadt, wo er am 29.Mai 1962 starb.

Geschichtliche Entwicklung:

Das Wohngebiet ,,An der der Birnbaumsmühle" entstand zwischen 2006 und 2016 auf dem Gelände der früheren Barbarakaserne (Artilleriekaserne). Die Erschließungsstraße erhielt den Namen Oskar-Wegener-Straße.

Karte: