Palmiro-Togliatti-Straße
Straßenschlüssel: 07042
Palmiro-Togliatti-Straße
Inkraft getreten: 1978, Außerkraft getreten: 1991
Ehemalige Straßennamen:
Erläuterung aktueller Straßenname:
Palmiro-Togliatti-Straße: Palmiro Togliatti wurde am 26.März 1893 in Genua geboren. Togliatti war ein italienischer Politiker und von 1947 bis 1964 Generalsekretär Kommunistischen Partei Italiens. 1921 gehörte er zu deren Gründungsmitgliedern. Unter der Regierung Benito Mussolinis wurde er mehrfach verhaftet und ging 1926 ins Exil nach Deutschland, danach in die Sowjetunion. Togliatti war führender Vertreter der Kommunistischen Internationale, Stalinanhänger und Spanienkämpfer. Nach 18 Jahren Exil kehrte er 1944 zurück nach Italien. Hier begann er die KPI umzubauen. Ziel war eine Volksfront mit den Sozialisten und eine Abkehr von der Diktatur des Proletariats. Die Partei öffnete sich weit nach rechts, verzichtete auf die Forderungen nach Verstaatlichungen in der Industrie. Gegenüber der Katholischen Kirche nahm man eine moderate Haltung ein. Hierdurch gelang den Kommunisten der Eintritt in die Regierung. Togliatti wurde von 1944 bis 1945 stellvertretender Ministerpräsident. Am 14. Juli 1948 überlebte er ein Attentat. Angesichts der blutigen Niederwerfung des ungarischen Volksaufstands 1956 rief er zu einen eigenen „nationalen Weg zum Sozialismus“ auf. Palmiro Togliatti verstarb am 21. August 1964 in Jalta.
Geschichtliche Entwicklung:
Der Stadtteil Neuberesinchen entstand seit 1977 auf einer Fläche, die im Norden von der Großen Müllroser Straße, im Westen vom Gelände des Lutherstifts und des Hauptfriedhofs, im Süden von der Eisenbahnlinie nach Grunow und im Osten von der Eisenbahnlinie nach Guben begrenzt wird. Dort fanden sich bis dato Felder, Gärten und eine lockere Eigenheimbebauung. Eine Stichstraße, die im III. Wohnkomplex von der Georgi-Dimitroff-Straße (heute Mühlenweg) abging, erhielt 1978 den Namen Palmiro-Togliatti-Straße. 1991 erfolgte die Umbenennung in Klabundstraße.