Peitzer Straße
Postleitzahl: 15232
Straßenschlüssel: 00258
Peitzer Straße
Inkraft getreten: 1879
Postleitzahl:
- 15232
Stadtgebiet:
- 21 - Altberesinchen
Ehemalige Straßennamen:
- Verbindungsstraße, 1876-1879
Erläuterung aktueller Straßenname:
Peitz (niedersorbisch Picnjo) liegt im brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße, 12 Kilometer nördlich von Cottbus auf 64 Metern über dem Meerespiegel. In Peitz leben 4452 Einwohner (31.12.2023). Westlich von Peitz beginnt der Spreewald. Nahe Peitz fließen Malxe und Hammergraben Richtung Spree. Eine Burg namens Pitzne wurde im Jahr 1301 erstmals erwähnt. 1371 war Peitz bereit seine Kleinstadt. Die Lausitz wechselte im 15.Jahrhundert wechselte mehrfach zwischen Brandenburg und Böhmen. Im Frieden von Guben wurde Peitz zusammen mit Cottbus 1462 brandenburgische Exklave. Mitte des 16. Jahrhunderts begann der Bau einer Festung. 1554 erfolgte die Gründung eines Hüttenwerks. Es verarbeitete Raseneisenstein aus der Region zu Guss- und Schmiedeeisen, auch zu Kanonenkugeln für die brandenburgisch-preußische Armee. Reste stehen heute unter Denkmalschutz. Aus den Erzgruben entstanden die Fischteiche, für welche Peitz heute noch bekannt ist. 1807 kam die Stadt kurzzeitig zum Königreich Sachsen. Nachdem Wiener Kongress wurde Peitz im Jahr 1815 wieder preußisch. Die Tuchindustrie wurde zum wichtigsten Erwerbszweig der Stadtbevölkerung. Die Peitzer Fischer erhielten 1867 den Status als preußische Hoflieferanten. Peitz erhielt 1876 mit den Bahnhöfen Peitz und Peitz Ost Anschluss an das deutsche Eisenbahnnetz. Nach dem Ende des II. Weltkrieges lag Peitz zunächst in der sowjetischen Besatzungszone und gehörte ab 1949 zur DDR. Ab 1952 wurde die Stadt dem DDR-Bezirk Cottbus zugeordnet. Mitte der 1970er-Jahre wurde Peitz Zentrum des Braunkohleabbaus und der Kohleverstromung (Kraftwerk Jänschwalde). Nach friedlicher Revolution und deutscher Wiedervereinigung kam der Kreis Cottbus-Land mit Peitz zum Land Brandenburg. Seit der Kreisreform am 6. Dezember 1993 gehört Peitz zum Landkreis Spree-Neiße. 2023 wurde der Tagebau Jänschwalde stillgelegt.
Geschichtliche Entwicklung:
Beresinchen ist eine alte Flurbezeichnung für eine Hochfläche, südwestlich der Altstadt von Frankfurt(Oder) gelegen. Der Name stammt aus dem Slawischen und bedeutet mit hoher Wahrscheinlichkeit ,,Birkenwäldchen". Auf der Fläche befanden sich Felder, Gärten, in früherer Zeit auch Weinberge, Frankfurter Bürger. Auch ein Gehöft oder Vorwerk, das vermutlich auch Beresinchen hieß, ist bezeugt. 1842 erhielt Frankfurt(Oder) Eisenbahnanschluss. Für die Eisenbahner und von der Bahn abhängige Handwerker entstand seitdem ein neuer Stadtteil, die Bahnhofsvorstadt, für die sich alsbald der Name Beresinchen einbürgerte. Eine nord-südliche Verbindungsstraße zwischen Cottbusser und Dresdener Straße hieß zwischen 1876 und 1879 Verbindungsstraße. Sie bekam 1879 den Namen ,,Peitzer Straße".