Peter-Tschaikowski-Ring

Postleitzahl: 15234

Straßenschlüssel: 00259
Peter-Tschaikowski-Ring

Inkraft getreten: 1953

Postleitzahl:

  • 15234

Stadtgebiet:

  • 41 - Nuhnen Vorstadt

Ehemalige Straßennamen:

  • Posener Ring, 1923-1953

Erläuterung aktueller Straßenname:

Pjotr (Peter) Iljitsch Tschaikowski wurde am 07. Mai 1840 in Wotkinsk (Kaiserreich Russland) geboren. Tschaikowski war ein russischer Komponist. Sein musikalisches Talent fiel frühzeitig auf, jedoch sollte er auf Wunsch des Vaters die Staatsbeamtenlaufbahn einschlagen und besuchte daher ab 1850 die Rechtsschule in St.Petersburg. Danach fand er Anstellung im Justizministerium. Von der Liebe zur Musik kam er nie los. Er nahm privaten Klavierunterricht. 1861 verließ er auf eigenen Wunsch seine staatliche Anstellung. 1862 begann Tschaikowski auf dem von Anton Rubinstein gegründeten Petersburger Konservatorium eine musikalische Ausbildung. 1866 erhielt er eine Dozentenstelle am Moskauer Konservatorium. Tschaikowskis erste erfolgreiche Werke, wie seine Ouvertüre Romeo und Julia. Andererseits fielen auch einige seiner Kompositionen beim Publikum durch. Später war er mit seinem 1. Klavierkonzert op. 23 in b-Moll sehr erfolgreich. Beruflich befand sich Tschaikowski mit Opern und Balletten wie Eugen Onegin (1879) oder Schwanensee (1877) auf dem Höhepunkt. Auf Grund privater Sorgen folgte jedoch bis 1884 eine Schaffenskrise. Nachdem er mit dem Wladimirordens durch Zar Alexander III. ausgezeichnet wurde, wandten sich die Dinge zum Besseren. Tschaikowski ging er als gefeierter Dirigent auf internationale Tourneen. Die Werke, wie Nussknacker (1892) oder Dornröschen (1890), waren Höhepunkt seines Schaffens. Peter Tschaikowski verstarb unerwartet am 06. November 1893 in St.Petersburg. Die Umstände seines Todes liegen bis heute im Dunkeln.

Geschichtliche Entwicklung:

Nach dem verlorenen I.Weltkrieg, gingen weite Teile der preußischen Provinzen Westpreußen, Posen und Oberschlesien an die neu entstandene Republik Polen bzw. die Freie Stadt Danzig. Weite Gebiete der Eisenbahndirektionen Posen, Danzig und Bromberg kamen an diese beiden Staaten. Der bei Deutschland verbliebene Rest wurde 1920 zur Reichsbahndirektion Osten zusammengefasst, die 1923 ihren Sitz in Frankfurt nahm. Das bedeutete für zahlreiche Angestellte nach Frankfurt zu ziehen wo nun Wohnungen benötigt wurden.. Dafür stellte die Stadt Frankfurt an der Oder auf dem Gelände des einstigen Gutes Paulinenhof große Flächen Bauland zur Verfügung. Der Architekt Martin Kießling wurde mit dem Bau beauftragt und schuf eine gartenstadtähnliche Siedlung. Deren Straßen benannte man nach den früheren Heimatorten der neuen Bewohner. So auch der Posener Ring, der seinen Namen 1923 erhielt. Die nach dem zweiten Weltkrieg an die Macht gekommenen Kommunisten wollten die Erinnerung an die einst deutschen Städte tilgen. Die Straßen wurde meist nach bekannten Komponisten umbenannt so wie in diesem Fall 1953 nach dem russischen Komponisten Peter Tschaikowski.

Karte: