Philipp-Müller-Platz

Straßenschlüssel: 07017
Philipp-Müller-Platz

Inkraft getreten: 1953, Außerkraft getreten: 1992

Ehemalige Straßennamen:

Erläuterung aktueller Straßenname:

Philipp-Müller-Platz: Philipp Müller wurde am 05. April 1931 in Neuaubing, heute München geboren. Er war deutscher Arbeiter und Kommunist. Er nahm 11. Mai 1952 in Essen an einer verbotenen Demonstration gegen die bundesdeutsche Wiederbewaffnung teil. Die Polizei schoss auf die Demonstranten. Müller wurde tödlich getroffen und zwei weitere Personen schwer verletzt. Erstmalig in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland wurde hier ein Demonstrant durch die Polizei getötet.

Geschichtliche Entwicklung:

Frankfurt(Oder) bekam im Jahr 1842 seine erste Bahnanbindung. Diese verband die Stadt mit Berlin. Der erste Bahnhof lag in der Briesener Straße. Nachdem die Bahnstrecke nach Breslau verlängert wurde, errichtete man ein neues Empfangsgebäude fast am heutigen Platz. Es stand aber rechtwinklig zum heutigen Bahnhofsgebäude. Im Februar 1898 erhielt der Bahnhof Straßenbahnanschluss. Zwischen 1922 und 1924 wurde bedingt durch den Bau des Beresinchentunnels der heutige Bahnhofsvorplatz um vier Meter abgesenkt, was ebenfalls dazu führte das die Straßenverbindung zum Bahnhof weniger steil als davor wurde. Das heute noch bestehende Empfangsgebäude wurde 1923 errichtet und der Vorplatz umgestaltet. Er erhielt 1925 den Namen Bahnhofsplatz. 1953 wurde dieser in Philipp-Müller-Platz umbenannt und zwischen 1966 und 1969 großflächig umgebaut. 1992 erfolgte die Rückbenennung in Bahnhofsplatz.