Platz der Deutsch-Sowjetischen-Freundschaft

Straßenschlüssel:
Platz der Deutsch-Sowjetischen-Freundschaft

Inkraft getreten: 1974, Außerkraft getreten: 1992

Ehemalige Straßennamen:

Erläuterung aktueller Straßenname:

Platz der DSF: Dieser Name würdigt die Freundschaft zwischen den Völkern der DDR und der Sowjetunion, erinnert aber auch an die Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft. Diese war eine DDR-Massenorganisation zur Vermittlung von Kenntnissen über Kultur und Gesellschaft der Sowjetunion. Da die Mitgliedschaft für berufstätige DDR-Bürger quasi Pflicht war, ergab sich die enorme Mitgliederzahl von 6,4 Millionen. Die Gesellschaft wurde 1949 gegründet und 1992 aufgelöst.

Geschichtliche Entwicklung:

In den 1930er-Jahren breitete sich Frankfurts Bebauung auch nach Norden aus. Auf der Hochfläche westlich der Lebuser Vorstadt und nördlich des Klingetals entstand das so genannte Hansaviertel. Dessen Straßen waren überwiegend nach norddeutschen Hanse- und Hafenstädten benannt. Von 1973 an begann man im bis dato Südteil zwischen Finkensteig/Stralsunder Straße und der Hangkante zum Klingetal mit der Errichtung des Plattenbaugebiets Hansa-Nord. Ein zentraler Platz erhielt 1974 die Bezeichnung Platz der DSF (Deutsch-Sowjetische Freundschaft). 1992 erfolgte die Umbenennung in Hansaplatz.