Potsdamer Straße
Postleitzahl: 15232,15234,15236
Straßenschlüssel: 00275
Potsdamer Straße
Inkraft getreten: 1933
Postleitzahl:
- 15232
- 15234
- 15236
Stadtgebiet:
- 21 - Altberesinchen
Ehemalige Straßennamen:
- Schinkelplatz, 1931-1933
- Horst-Wessel-Platz, 1933-1948
- Thälmannplatz, 1948-1992
Erläuterung aktueller Straßenname:
Potsdam ist Hauptstadt des Landes Brandenburg. Hier leben 187.119 Einwohner. Die Stadt liegt an der hier in Seen ausgeuferten Havel auf 32 Meter Höhe über dem Meeresspiegel. Potsdam grenzt unmittelbar südwestlich an die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland Berlin an. Bekannt wurde die Stadt als einstige preußische Residenzstadt. Zahlreiche Schlösser und Parks aus dieser Zeit prägen die Stadt, von der große Teile, auch der Umgebung, UNESCO-Weltkulturerbe sind. Die 1912 in Babelsberg gegründeten Filmstudios sind ebenfalls überregional bekannt. Mit drei Hochschulen und mehreren Forschungszentren ist Potsdam exzellentes Wissenschaftszentrum. Sehr bedeutend ist das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Potsdam 993 als Poztupimi. Markgraf Albrecht der Bär ließ am Havelübergang eine deutsche steinerne Burg errichten. 1345 erhielt Potsdam das Stadtrecht, blieb aber die nächsten Jahrhunderte eine kleine Marktstadt. Von 1416 war Potsdam im Besitz der Hohenzollern. Schwere Schäden entstanden im 30-jährigen Krieg. Der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm beschloss, Potsdam zur zweiten Residenz neben Berlin auszubauen. Durch sein Toleranzedikt von Potsdam 1685 gelangten protestantischen Hugenotten ins Land, die zu einem wirtschaftlichen Aufschwung beitrugen. Unter König Friedrich Wilhelm I. wurde die Stadt Garnisonsstandort. Zeugnisse sind Garnisonskirche und Militärwaisenhaus. Sein Sohn Friedrich II. (der Große) veranlasste den weiteren Ausbau und ist verantwortlich für das barocke Stadtbild. 1838 erhielt Potsdam Eisenbahnanschluss nach Berlin. Nach der deutschen Niederlage im I. Weltkrieg 1918 endete die preußische und deutsche Monarchietradition. Somit war Potsdam keine Residenzstadt mehr. In die Anfangszeit des Nationalsozialismus fiel der Tag von Potsdam am 21. März 1933 mit dem Handschlag zwischen Hitler und Hindenburg in der Potsdamer Garnisonskirche. Bei der hier stattfindenden konstituierenden Sitzung des Reichstags fehlten bereits Sozialdemokraten und Kommunisten. Am 14. April 1945 wurden weite Teile des Potsdamer Zentrums in Schutt und Asche gelegt. Nach Kriegsende trafen sich Vertreter der Siegermächte im Potsdamer Schloss Cecilienhof. zur Potsdamer Konferenz. Diese endete mit dem Potsdamer Abkommen, das die Aufteilung Deutschlands in vier Besatzungszonen beschloss. Von 1947 bis 1952 wurde das Land Brandenburg gegründet und Potsdam zu dessen Hauptstadt. Von 1952 bis 1990 war die Stadt Verwaltungssitz des DDR-Bezirks Potsdam. Mit dem Berliner Mauerbau war Potsdam von 1961 bis 1989 vom Westen Berlins abgeschnitten. Die bis dato beide Städte verbindende Glienicker Brücke wurde im Kalten Krieg zum Austausch von Spionen genutzt. Nach der friedlichen Revolution in der DDR 1989 und der deutschen Wiedervereinigung ein Jahr später wurde 1990 das Land Brandenburg wiedergegründet und Potsdam wieder dessen Hauptstadt.
Geschichtliche Entwicklung:
Zu Beginn der 1930er-Jahre entstand die Potsdamer Straße gemeinsam mit der Brandenburger Straße und dem Schinkelplatz im Zuge der Errichtung der höheren technischen Staatslehranstalt (zu DDR-Zeiten: Ernst-Thälmann-Berufsschule, jetzt Oberstufenzentrum) und der Mädchenberufschule (Betriebsberufschule des VEB Halbleiterwerk). Der Ernst-Thälmann-Platz (davor Horst-Wessel-Platz, von 1931 bis 1933 Schinkelplatz) wurde 1992 der Potsdamer Straße zugeordnet.