Priestergasse

Postleitzahl: 15230

Straßenschlüssel: 00588
Priestergasse

Inkraft getreten: 2010

Postleitzahl:

  • 15230

Stadtgebiet:

  • 11 - Stadtmitte
  • 12 - Gubener Vorstadt

Ehemalige Straßennamen:

Erläuterung aktueller Straßenname:

Priester sind Personen, die religiöse Kulte verwalten und Lehre und Tradition bewahren. Im Christentum ist der Empfang der lithurgischen Weihe Voraussetzung, um religiöse Handlungen ausführen zu dürfen. Die reformatorischen Kirchen lehnen das Priestertum ab. Hintergrund der Straßenbenennung ist das Pfarrhaus von Frankfurts Hauptkirche St. Marien, welches hier bis Mitte der 1970er-Jahre stand. Auch wenn St.Marien seit der Reformation eine protestantische Kirche war, so wurde doch im allgemeinen Sprachgebrauch die Bezeichnung Priester für kirchliche Amtsträger beibehalten.

Geschichtliche Entwicklung:

Der Name ,,Priestergasse taucht erstmals auf dem Stadtplan von 1850 auf. Sie verband die Logenstraße mit der Regierungsstraße. Anlieger waren das Pfarrhaus von St.Marien, das Regierungsgebäude (heute Universität Viadrina), Leibgrenadierkaserne ( nach 1920 Reichsbahndirektion Osten). Letzteres Gebäude erlitt schwere Kriegsschäden und die Reste wurden irgendwann abgerissen. Etwa ab 1976 begann der Bau der Bezirksparteischule. Im Zuge der Gestaltung des Vorplatzes fiel um auch das Pfarrhaus den Abrissbaggern zum Opfer. Mitte der 1970er-Jahre wurde die frühere Priestergasse mit Parkplätzen überbaut. Die Große Oderstraße wurde zur Wilhelm-Pieck-Straße (jetzt Logenstraße) verlängert. Mit dem Bau des Universitätsplatzes wurde dieses Teilstück 2010 wieder überbaut und die Priestergasse im alten Verlauf neu errichtet.

Karte: