Puschkinstraße
Postleitzahl: 15232,15234,15236
Straßenschlüssel: 00277
Puschkinstraße
Inkraft getreten: 1946
Postleitzahl:
- 15232
- 15234
- 15236
Stadtgebiet:
- 21 - Altberesinchen
- 51 - Winzerviertel
Ehemalige Straßennamen:
- Gelbe Presse, 1871- 1946
Erläuterung aktueller Straßenname:
Alexander Puschkin wurde am 06. Juni 1799 in Moskau geboren. Sein Vater entstammte einem russischen Adelsgeschlecht. Seine Mutter war Nachkommin äthiopischer Sklaven am Hofe Peters des Großen. Puschkin gilt als Urvater der modernen russischen Literatur. Zu seinen bekanntesten Werken zählen: ,,Boris Godunow“ (1825), ,,Der eherne Reiter“ (1837) oder ,,Eugen Onegin (1833). Puschkin wurde an einer Elite-Lehranstalt nahe St. Petersburg ausgebildet. Hier entstand 1815 mit „Erinnerungen an Zarskoje Selo“, sein literarisches Erstlingswerk, ein patriotisches Gedicht. Nach seinem Abschluss erhielt Puschkin 1817 eine Anstellung im Petersburger „Kollegium für auswärtige Angelegenheiten“, dem Außenministerium des Russischen Reiches. Nebenbei widmete sich Puschkin der Kultur, Literatur und dem Theater. Er wurde Mitglied der literarischen Gemeinschaft ,,Grüne Lampe“. Diese war antizaristisch geprägt. 1820 geriet Puschkin durch Bekanntwerden von ihm verfasster Spottgedichte in die Mühlen der russischen Strafjustiz. Danach begann für Alexander Puschkin ein unstetes Leben. Er war in mehrere Pistolenduelle verstrickt und gezwungen, die Wohnorte zu wechseln. Zwischenzeitlich widmete er sich dem Schreiben. Es entstand Weltliteratur, wie das Versepos ,,Eugen Onegin“. Eine Audienz bei Zar Nikolaus I. ermöglichte ihm zwar Rückkehr in die Gesellschaft, doch wurde er fortan umfangreich überwacht. Durch die Hochzeit mit seiner aus einflussreichen Kreisen stammenden Frau Natalja gehörte Puschkin nun privilegierteren Kreisen an. Er wurde Herausgeber der Literaturzeitschrift ,,Zeitgenosse“. Bald darauf verstarb Alexander Puschkin an einer schweren, bei einem Duell erlittenen Verletzung am 10. Februar 1837.
Geschichtliche Entwicklung:
Weite Teile Frankfurts, insbesondere des Westteils stehen auf Tonvorkommen, die schon seit sehr vielen Jahren ausgebeutet wurden und die Grundlage für eine florierende Ziegeleiindustrie in Frankfurt(Oder) waren. Ein Schwerpunkt war das Gebiet links und rechts der Eisenbahnstrecke nach Berlin. Südlich der Bahnlinie wurde gelblicher Ton gefördert, die daraus entstanden Klinker besaßen eine gelbe Farbe. Im Bezug auf die Ziegelproduktion wurde die Straße spätesten 1882 ,,Gelbe Presse" genannt. 1946 erfolgte die Umbenennung in Puschkinstraße.