Saarower Straße
Postleitzahl: 15236
Straßenschlüssel: 00387
Saarower Straße
Inkraft getreten: 1935
Postleitzahl:
- 15236
Stadtgebiet:
- 53 - Nuhnen
Ehemalige Straßennamen:
Erläuterung aktueller Straßenname:
Bad Saarow ist eine Gemeinde im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree. Im Ort findet man eine Termalquelle und mineralreichen Schlamm. Deshalb wird Saarow seit 1923 amtlich als ,,Bad“. Bezeichnet. Hier leben heute 6546 Einwohner. Bad Saarow liegt am Scharmützelsee auf 45 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Es ist ein Thermalsole- und Moorheilbad und trägt den Titel: ,,Anerkannter Kurort“. Bad Saarow liegt etwa 70km südöstlich von Berlins Mitte. Seine urkundliche Ersterwähnung erfolgte 1463, als die Adelsfamilie von Löschebrand das Dorf erwarb. Bis 1862 blieben diese Besitzer von Saarow. Am Ende des 19. Jahrhunderts waren Pieskow und Saarow waren unbedeutende Dörfer. Von 1905 verkehrte eine regelmäßige Dampfschifffahrtslinie auf dem Scharmützelsee. Im selben Jahr erwarb die Berliner Landbank AG das Gut, auf dessen Gelände bis 1907/08 eine Landhaus-Kolonie in der Seestraße entstand. 1911 eröffnete eine Badeanstalt eröffnet. 1912 erhielt Saarow Bahnanschluss an die Kleinbahn Fürstenwalde- Beeskow. In den 1920er-Jahren entwickelte sich der Ort zur bevorzugten Sommerfrische und zum Treffpunkt der Berliner Kultur- und Filmszene. 1927 wurde eine Chlor-Kalzium-Heilquelle erschlossen. 1938 erfolgte der Zusammenschluss des Bades mit den Dörfern Saarow, Pieskow und Teilen von Neu Golm. Am 9. November 1938 wurden Besitztümer jüdischer Künstler und Filmstars durch Brandstiftung zerstört. Nach deren Emigration bzw. Deportation beschlagnahmten die Nationalsozialisten große Teile davon. Saarow war zu dieser Zeit auch Luftwaffenstützpunkt sowie Sitz eines Außenkommandos des KZ Sachsenhausen. Am 25. April 1945 besetzten Rotarmisten Bad Saarow, wobei es zu Morden und Plünderungen kam. In den Nachkriegsmonaten kamen zahlreiche Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten hierher. 1950 wurde der Ortsname in Bad Saarow-Pieskow geändert, was erst 2002 rückgängig gemacht wurde.
Geschichtliche Entwicklung:
1935 entstand zwischen Grunower Straße (Am Großen Dreieck) und Buckower Straße die Saarower Straße.