Schinkelplatz
Straßenschlüssel:
Schinkelplatz
Inkraft getreten: 1933, Außerkraft getreten: 1936
Ehemalige Straßennamen:
Erläuterung aktueller Straßenname:
Schinkelplatz: Karl Friedrich Schinkel wurde am 13. März 1781 in Neuruppin geboren. Schinkel war ein Architekt, Baumeister und bildender Künstler. Er brachte den deutschen Klassizismus zur Meisterschaft. In seiner Funktion als Leiter der preußischen Oberbaudeputation unterstand ihm eine Bauverwaltung, die staatliche Bauvorhaben in ökonomischer, funktionaler und ästhetischer Hinsicht überprüfte. Schinkel war Oberlandesbaudirektor und königlicher Architekt. Seine Bauten prägen Berlin und viele Orte Brandenburgs. Er prägte Generationen von Architekten, auch Schinkelschule genannt. Bedeutend sind noch heute Sakral- und Profanbauten wie die Nikolaikirche in Potsdam, die Friedrichwerdersche Kirche, Neue Wache, Schauspielhaus oder Altes Museum in Berlin. In Frankfurt(Oder) fiel die Sanierung der Marienkirche nach dem Turmeinsturz 1826 in Schinkels Regie. Auch im ländlichen Raum Brandenburgs hinterließ er seine Spuren, so beim Wiederaufbau des abgebrannten Dorfs Quilitz (heute Neuhardenberg). Auch zahlreiche Gemälde schuf der Meister. In den 1830er-Jahren verschlechterte sich sein Gesundheitszustand. Nach mehreren Schlaganfällen verstarb Karl Friedrich Schinkel am 09.Oktober 1841 in Berlin. Schinkels Grabstätte kann man auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin besichtigen.
Geschichtliche Entwicklung:
Der Schinkelplatz entstand zu Beginn der 1930er-Jahre gemeinsam mit der Brandenburger und der Potsdamer Straße im Zuge der Errichtung der höheren technischen Staatslehranstalt (zu DDR-Zeiten: Ernst-Thälmann-Berufsschule, jetzt Oberstufenzentrum) und der Mädchenberufschule( Betriebsberufschule des VEB Halbleiterwerk, jetzt BBW, Haus der Wirtschaft). 1933 wurde er in Horst-Wessel-Platz umbenannt. Von 1948 bis 1992 hieß er Thälmannplatz. Danach ging er in der Potsdamer Straße auf.