Schmiedegasse

Straßenschlüssel:
Schmiedegasse

Inkraft getreten: 1567, Außerkraft getreten: 1809

Ehemalige Straßennamen:

Erläuterung aktueller Straßenname:

Schmiedegasse: Ein Schmiede sind Handwerker, die glühendes Metall mit dem Hammer bearbeiten und damit formen. Sie übten somit eines der wichtigsten Handwerke im Mittelalter aus. Die Schmiedezünfte in mittelalterlichen Städten waren mit u.a. Fleischern, Bäcker, Tuchmachern die mächtigsten Zünfte. In der Schmiedegasse waren Wohn- und Arbeitsplätze der Schmiede. Die Frankfurter Schmiedegasse lag am Rand der mittelalterlichen Stadt, nahe der Stadtmauer, da dieses Gewerbe sehr lärmintensiv war.

Geschichtliche Entwicklung:

Als Schmiedegasse bereits 1567 belegt. In einem um 1700 erschienenen Stadtplan verlief diese zwischen Rosenstraße und Markt. Im Stadtplan von 1850 verlief sie nur noch zwischen Rosen- und Richtstraße. Der Abschnitt zwischen Richtstraße und Markt erhielt den Namen Jüdenstraße. Danach wurde der Abschnitt Tuchmacher/Wollweberstraße abwechselnd mit Jüdenstraße (1909; 1939; 1950) oder Schmiedegasse (1925; 1934; 1953) bezeichnet, Kartenfehler wären möglich. Nach der Zerstörung infolge der Ereignisse des II. Weltkriegs wurde die Innenstadt ab den 1950er-Jahren nach sozialistischen Gesichtspunkten wiedererrichtet und das alte Straßennetz überbaut, so dass das Reststück der Schmiedegasse westlich der Karl-Marx-Straße viele Jahre unbenannt war und erst 1999 den Namen Dr.-Hermann-Neumark-Straße erhielt.