Schubertstraße
Postleitzahl: 15234
Straßenschlüssel: 00297
Schubertstraße
Inkraft getreten: 1948
Postleitzahl:
- 15234
Stadtgebiet:
- 41 - Nuhnen Vorstadt
- 42 - Rosengarten und Pagram
Ehemalige Straßennamen:
- Zeugmeisterstraße, 1938-1948
Erläuterung aktueller Straßenname:
Franz Peter Schubert wurde am 31. Januar 1797 in Himmelpfortgrund (heute Wien) geboren. Schubert war österreichischer Komponist. Erste Musikstunden erhielt er bei seinem Vater und dem Kirchenchordirigenten Holzer. Als Elfjähriger wurde er in die Wiener Hofkapelle und in das kaiserliche Konvikt der Chorknaben der Kapelle aufgenommen. Schubert wirkte von 1818 in Wien als freischaffender Komponist, nur unterbrochen von einer Musiklehrertätigkeit beim Grafen Esterhazy. 1823 ernannte man Schubert zum Ehrenmitglied des Steiermärkischen Musikvereins. Die Wiener Jahre verbrachte mit sehr produktiver Kompositionstätigkeit. Schubert hinterließ nahezu 1000 Kompositionen, darunter zahlreiche Lieder mit Klavierbegleitung, Vertonungen von Gedichten (u.a. Goethes und Schillers). Ebenfalls schuf er neun Kammermusikwerke, wie das „Forellenquintett“. Franz Schubert gilt als wichtigster Vertreter der frühen Romantik. Er verstarb am 19. November 1828 in Wieden (heute Wien). Zunächst fand er seine letzte Ruhestätte auf dem Währinger Friedhof, der in den 1920er-Jahren zum Schubertpark umgestaltet wurde. Nach Exhumierung 1888 hatte man ihn anschließend auf dem Wiener Zentralfriedhof in einem Ehrengrab wiederbestattet.
Geschichtliche Entwicklung:
Die Schubertstraße erschließt das Gewerbegebiet „Seefichten“ von der Straße Birnbaumsmühle aus. Ihre Entstehung hat allerdings mehr mit Frankfurter Militärgeschichte zu tun. Nach Eröffnung der Eisenbahntrasse Berlin – Frankfurt (Oder) 1842 entstand 1882 einige Kilometer nördlich der Bahnstrecke ein Exerzierplatz und ein Artilleriedepot. Eine wichtige Frankfurter Bahnstrecke war die Güterverbindungsbahn Rosengarten-Verschiebebahnhof, an welcher der Güterbahnhof Rosengarten lag. In den 1930er-Jahren entstand ein Militärmagazin, zu welchem ein Anschlußgleis vom genannten Güterbahnhof geführt wurde. Von der Birnbaumsmühle führte seitdem westwärts eine Verbindungstraße zum Magazin. Sie trug ab 1938 den Namen Zeugmeisterstraße. Südlich davon wurde 1936 mit dem Bau der SA-Siedlung (siehe Amselweg) begonnen. 1948 wurde die Zeugmeisterstraße in Schubertstraße umbenannt. Diese wurde in den 1970er-Jahren bis zur Güterumgehungsbahn nach Westen verlängert und den neuen ,,Industriekomplex West" (heute Gewerbegebiet Seefichten) zu erschließen. In den 2010er-Jahren erfolgte eine weitere Westverlängerung zur Frankfurter Ortsumgehung B112n.