Seelower Kehre
Postleitzahl: 15230,15234
Straßenschlüssel: 00302
Seelower Kehre
Inkraft getreten: 1974
Postleitzahl:
- 15230
- 15234
Stadtgebiet:
- 31 - Lebuser Vorstadt
- 32 - Hansa Nord
Ehemalige Straßennamen:
- Drosselsteig, 1927-1931
- Reinmannstraße 1931-1974
Erläuterung aktueller Straßenname:
Seelow ist die Kreisstadt des brandenburgischen Landkreises Märkisch-Oderland. Seelow liegt oberhalb des Oderbruchwestrandes auf 52 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Die Stadt wird durchquert von der ehemaligen Reichsstraße 1 (heute Bundesstraße 1), welche einst von Aachen nach Königsberg (heute Kaliningrad, Russland) führte. Etwa 20 km östlich von Seelow fließt die Oder, welche hier die Grenze zur Republik Polen bildet. Im Jahr 1252 wurde Seelow als Dorf im Besitz des Lebuser Domstifts erwähnt. 1308 ist von einem ,,Städtchen“ die Rede. Bis zur Auflösung des Bistums 1556 blieb es in dessen Besitz. 1945 tobte hier im Frühjahr am Ende des II.Weltkriegs die Schlacht an den Seelower Höhen, eine der größten Feldschlachten auf deutschem Boden. Nach der Niederlage der deutschen Wehrmacht war der Weg für die Sowjetarmee nach Berlin frei und der Krieg kurz darauf beendet. Seelow wurde in dieser Zeit stark zerstört. Seit 1816 gehörte Seelow zum Landkreis Lebus des preußischen Regierungsbezirks Frankfurt(Oder), dessen Kreissitz Seelow 1863 wurde. 1950 wurde dieser Kreis in Landkreis Seelow umbenannt. Von 1952 bis 1990 war gehörte er zum DDR-Bezirk Frankfurt(Oder). Danach war der Kreis Seelow Bestandteil des neu gegründeteten Bundeslandes Brandenburg der BRD. 1993 wurde der Kreis Seelow Teil des Großkreises Märkisch-Oderland und Seelow dessen Kreishauptstadt. 1876 erhielt die Stadt Anschluss an die Bahnstrecke Frankfurt(Oder)-Wriezen-Eberswalde. Von 1911 bis 1969 verkehrte die Kleinbahn Fürstenwalde-Wriezen, die den Bahnhof Seelow-Stadt bediente. Am 31.12.2023 hatte Seelow 5516 Einwohner. Da die Seelower Kehre eine Sackgasse ist, muss man, um sie zu verlassen, zurückkehren, daher ,,Kehre".
Geschichtliche Entwicklung:
Diese Straße,welche ursprünglich zwischen Lennéstraße und Berliner (zwischenzeitlich Karl-Marx-)Straße verlief, stammt noch wie der Finkensteig aus der Zeit vor Entstehung des Hansaviertels, weshalb die Benennung auch nach heimischen Singvogelarten erfolgte. Bereits 1931 wurde der Drosselsteig in Reinmannstraße umbenannt. Im Rahmen der Errichtung des Wohngebietes Hansa Nord/Ost erfolgte 1974 die Umbenennung in Seelower Kehre.