Sorauer Straße
Straßenschlüssel:
Sorauer Straße
Inkraft getreten: 1927, Außerkraft getreten: 1953
Ehemalige Straßennamen:
Erläuterung aktueller Straßenname:
Sorauer Straße: Żary, deutsch: Sorau, ist eine Stadt in der Woiwodschaft Lebus in Westpolen. Sie zählt 37.052 Einwohner (31.Dezember 2020) und gilt als Zentrum des polnischem Teils der Niederlausitz. In unmittelbarer Nähe befindet sich mit dem 227 Meter hohen Rückenberg (Góra Żarska) die höchste Erhebung der früheren preußischen Provinz Brandenburg. Südlich der Stadt beginnt das große Waldgebiet Niederschlesische Heide. Im Jahr 1007 wurde erstmals ein Gau Zara unter Herrschaft von Boleslaw Chrobry erwähnt. 1260 wurde Sorau Magdeburger Stadtrecht verliehen. Seinerzeit stand Sorau unter wettinischer Herrschaft. Danach wechselten die Herren von Sorau häufiger, bis es 1364 zum Königreich Böhmen kam. Zwischen 1525 und 1540 wurde in Sorau schrittweise die Reformation eingeführt. 1558 erlangten die Grafen von Promnitz die Herrschaft über Sorau. Im 30-jährigen Krieg litt Sorau unter Kaiserlichen und schwedischen Truppen. 1635 wurde Sorau kursächsisch. Zwischen 1705 bis 1708 war wirkte Georg Philipp Telemann als Kapellmeister in der Stadt. 1755 erwarb das sächsische Königshaus Stadt und Herrschaft Sorau. 1815 kam Sorau mit der Niederlausitz an Preußen und wurde 1816 Sitz des Landkreises Sorau in der Provinz Brandenburg. Ab dem 19. Jahrhundert entwickelte sich Sorau zum bedeutenden Standort der Textilindustrie. 1846 schloss man die Stadt an das deutsche Eisenbahnnetz an. (Frankfurt(Oder)-Breslau). Während des II. Weltkriegs wurde Flugzeugindustrie in Sorau angesiedelt, weshalb die Stadt Angriffsziel für schwere Bombenangriffe wurde. Am 13. Februar 1945 eroberte die Sowjetarmee die Stadt. Mit dem Potsdamer Abkommen kam Sorau unter polnische Verwaltung. Die bis dato deutsche Bevölkerung wurde durch polnische Umsiedler aus Ostpolen ersetzt. Ab 1950 gehörte Żary zur neu gegründeten Woiwodschaft Zielona Góra. Seit dem 1. Januar 1999 ist Żary Sitz des Powiat Żarski in der Woiwodschaft Lubuskie.
Geschichtliche Entwicklung:
1925 findet sich die Sorauer Straße erstmals in einem Frankfurter Stadtplan. Sie verband damals die Tunnel- mit der Carlsstraße und bildete noch einen kleinen Stich in östliche Richtung, um die Mitte der 1920er-Jahre entstandene Genossenschaftliche Neubebauung zu erschließen. Nach 1953 wurde die Sorauer Straße der Tunnelstraße zugeschlagen. Der genannte östliche Stich kam 1988 zur Mixdorfer Straße.