Spartakusring

Postleitzahl: 15232

Straßenschlüssel: 00311
Spartakusring

Inkraft getreten: 1977

Postleitzahl:

  • 15232

Stadtgebiet:

  • 22 - Neuberesinchen-Nord

Ehemalige Straßennamen:

Erläuterung aktueller Straßenname:

Spartakus war ein römischer Sklave und Gladiator. Er lebte zwischen 103 v.u.Z. und 71 v.u.Z. Sein Herkunftsland war Thrakien, was dem heutigen Bulgarien entsprach. Bekannt wurde er als Anführer eines Sklavenaufstandes, des ,,Dritten Sklavenkrieges“ zwischen 73 und 71 v.u.Z. Spartakus starb in der Zweiten Schlacht am Silarus. Die Straßenbenennung nach Spartakus hat vermutlich den Hintergrund, dass dieser Namenspate für den Marxistischen Spartakusbund war. Der hatte sich während des ersten Weltkriegs von der SPD abgespalten. Aus ihm ging am 1. Januar 1919 die KPD hervor. Dessen Protagonisten waren Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg. Der Januaraufstand vom 5. bis 12. Januar 1919, ein von revolutionären Gewerkschaftern ausgelöster Generalstreik mit anschließend bewaffneten Kämpfen gegen konterrevolutionäre Tendenzen der amtierenden Regierung wird gemeinhin als Spartakusaufstand bezeichnet. Die Straßennamen Neuberesinchens erinnerten überwiegend an revolutionäre kommunistische Traditionen.

Geschichtliche Entwicklung:

Der Stadtteil Neuberesinchen entstand seit 1977 auf einer Fläche, die im Norden von der Großen Müllroser Straße, im Westen vom Gelände des Lutherstifts und des Hauptfriedhofs, im Süden von der Eisenbahnlinie nach Grunow und im Osten von der Eisenbahnlinie nach Guben begrenzt wird. Dort fanden sich bis dato Felder, Gärten und eine lockere Eigenheimbebauung. Oberhalb der Großen Müllroser Straße entstand ab den frühen 1977 der erste Wohnkomplex Neuberesinchens. Eine ringförmige Erschließungsstraße im Westteil des IV. Wohnkomplexes erhielt 1977 den Namen ,,Spartakusring".

Karte: