Stendaler Straße

Postleitzahl: 15234

Straßenschlüssel: 00435
Stendaler Straße

Inkraft getreten: 1993

Postleitzahl:

  • 15234

Stadtgebiet:

  • 32 - Hansa Nord

Ehemalige Straßennamen:

  • Stralsunder Straße, 1933-1992

Erläuterung aktueller Straßenname:

Die Hansestadt Stendal in Sachsen-Anhalt ist Hauptstadt des gleichnamigen Landkreises. Hier leben 37.683 Einwohner (31.12.2023). Stendal liegt in der Altmark, wenige Kilometer westlich der Elbe auf 32 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Der Brandenburger Markgraf Albrecht der Bär verlieh um 1160 Stendal Magdeburger Stadtrecht. Im 13. Jahrhundert besaß Stendal eine eigene Seefahrergilde. Aus einer 1338 gegründeten Lateinschule ging Jahre später ein Gymnasium hervor. Dieses besuchte als bekanntester Schüler der spätere Archäologe Johann Joachim Winckelmann1726 bis 1736. Die Stadt war von 1358 bis 1518 Hansemitglied. Gemeinsam mit weiteren brandenburgischen Hansestädten (u.a. Frankfurt(Oder)) verließ Stendal 1518 den Städtebund. 1539 wurde die Altmark lutherisch. 1682 forderte die Pest 1205 Menschenleben. 1815 kam Stendal von Brandenburg an die neugegründete preußische Provinz Sachsen, in welcher Stendal zwischen 1909 und 1950 einen eigenen Stadtkreis bildete. 1849 erhielt die Stadt Eisenbahnanschluss nach Magdeburg und Wittenberge, 1871 nach Berlin und Lehrte. 1873 entstand die Eisenbahn-Hauptwerkstatt, welche nach 1920 die als Reichsbahnausbesserungswerk firmierte. Als Truppenstandort wurde Stendal im II. Weltkrieg zum Ziel alliierter Bombenangriffe. Am 13. April 1945 wurde Stendal kampflos den US-Streitkräften übergeben. Am 12. Juni desselben Jahres folgten die Briten, um wenige Wochen später von der Roten Armee abgelöst zu werden. Zu DDR-Zeiten war Stendal wichtiger Industriestandort. Ein im Bau befindliches Kernkraftwerk nahe der Stadt ging nie in Betrieb, die Investruine wurde einige Jahre nach der Wiedervereinigung abgerissen.

Geschichtliche Entwicklung:

Ab September 1992 entstand an der Kieler Straße das erste bedeutende neue Frankfurter Wohngebiet der Nachwendezeit. Dessen Erschließungsstraßen benannte 1993 man in der Tradition des östlich davon gelegenen Hansaviertels nach weiteren Mitgliedsstädten des milttelalterlichen Städtebunds Magdeburg und eben Stendal. Der Verlauf der Stendaler Straße entspricht etwa dem der westlichen Stralsunder Straße, die in den 1930er Jahren das Hansaviertel mit der Klingetalsiedlung verband.

Karte: