Stettiner Straße

Straßenschlüssel:
Stettiner Straße

Inkraft getreten: - , Außerkraft getreten: -

Ehemalige Straßennamen:

Erläuterung aktueller Straßenname:

Stettiner Straße: Stettin (polnisch Szczecin) ist eine polnische Groß-, Industrie-, Hafen- und Universitätsstadt. Sie ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Westpommern. In Stettin leben 395.513 Einwohner (31.12.2021). Die Stadt verfügt über fünf staatliche Universitäten. Zu Stettins Wahrzeichen zählen das Greifenschloss, die Jakobskathedrale, die Hakenterrasse mit dem Nationalmuseum u.v.a. Stettin liegt im Nordwesten Polens der Mündung der Oder ins Stettiner Haff auf ca. 1Meter Höhe über Meeresspiegel. Das Stadtgebiet grenzt unmittelbar an Deutschland, von dessen Hauptstadt Berlin es nur 125 km entfernt ist. In Stettin befindet sich ein großer Seehafen sowie ein überregionaler Eisenbahnknoten. 967 annektierte der polnische Fürst Mieszko I. Pommern mit Stettin für Polen. Nach 1007 stand Stettin unter der Herrschaft von Bolesław I. Chrobry, König von Polen. Bald darauf erklärten die pommerschen Magnaten die Unabhängigkeit. Ende 1121 kehrte Stettin unter dem polnischen Herrscher Bolesław III. Schiefmund zu Polen zurück. Pommerns Herzog Warcisław I. erkannte die polnische Oberhoheit an. Er begründete die Greifen-Dynastie, die Stettin über 500 Jahre lang regierte. Stettin entstand durch Fusion einer pomoranischen mit zwei benachbarten deutschen Siedlungen und erhielt vom pommerschen Herzog Barnim I. 1237/1243 das Stadtrecht verliehen. Danach wuchs Stettin zu einem bedeutenden Handelsplatz und wurde 1278 Mitglied der Hanse. Herzog Otto I. ernannte Stettin 1309 zur Residenz der pommerschen Herzöge und begann im selben Jahr mit dem Schlossbau. 1637 starb mit dem Tod Herzog Bogislaw XIV. das Greifen-Geschlecht aus. Von 1630/1637 bis 1713/1720 gehörte Stettin zu Schweden. 1677 eroberte Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg im Verlauf des Schwedisch-Brandenburgischen Kriegs die Stadt. 1713 besetzte der preußische König Friedrich-Wilhelm I. als neutrale Macht die Stadt, die durch den Frieden von Stockholm 1720 preußisch wurde. Stettin wurde preußische Garnisons- und Verwaltungsstadt. 1806 nahmen die Franzosen unter Napoleon die Stadt kampflos ein. 1815 wurde Stettin Hauptstadt der preußischen Provinz Pommern. Mit der Eröffnung der Bahnlinie nach Berlin erhielt die 1843 Eisenbahnanschluss. Stettin wurde Industriestadt. Am 9.11.1938 wurde die Synagoge zerstört. 1939 entstand durch zahlreiche Eingemeindungen ,,Groß-Stettin“. 1943 und 1944 fielen über 70 % der Stadt Bombenangriffen. Zahlreiche Stettiner kamen ums Leben. Am 25.April 1945 nahm die Roten Armee die Stadt kampflos ein. Am 5.Juli 1945 wurde Stettin von den Sowjets der Volksrepublik Polen unterstellt, nachdem die deutschen Bewohner vertrieben worden. Stettin wurde als Hauptstadt der gleichnamigen Woiwodschaft wiederaufgebaut. In den 1970er- und 1980er-Jahren war Stettin ein Zentrum der Streikbewegung, aus der die Gewerkschaft Solidarność erwuchs.

Geschichtliche Entwicklung:

In den 1930er-Jahren breitete sich Frankfurts Bebauung auch nach Norden aus. Auf der Hochfläche westlich der Lebuser Vorstadt und nördlich des Klingetals entstand das so genannte Hansaviertel. Dessen Straßen waren überwiegend nach norddeutschen Hanse- und Hafenstädten benannt. So existierte auch seit 1932 die Stettiner Straße. Sie wurde 1953 in Rostocker Straße umbenannt.