Straße des Roten Oktober

Straßenschlüssel: 07043
Straße des Roten Oktober

Inkraft getreten: 1977, Außerkraft getreten: 1991

Ehemalige Straßennamen:

  • Johann-Eichhorn-Straße, 1977

Erläuterung aktueller Straßenname:

Straße des Roten Oktober: Die vom 25. Oktober (nach julianischem Kalender)/ 07.November (nach gregorianischem Kalender) 1917 brachte die kommunistischen Bolschewiki unter Lenins Führung an die Macht in Russland. Damit wurde die im Februar desselben Jahres eingesetzte provisorische Regierung Alexander Kerenskis entmachtet, durch welche die Russische Monarchie abgelöst wurde. In der Folge kam es zum Russischen Bürgerkrieg, aus welchem die Bolschewiki als Sieger hevor gingen, und 1922 zur Gründung der Sowjetunion. Deren Regierungsform war die Diktatur der Kommunistischen Partei Russlands. In sozialistischen Ländern hieß dieser Machtkampf Große Sozialistische Oktoberrevolution. Anhänger des Sozialismus bzw. Kommunismus sahen in ihr den Wendepunkt der Menschheitsgeschichte zur Errichtung einer Kommunistischen Weltordnung. Unideologisch betrachtet war es ein Staatsstreich. Letzten Endes kam ein Regime an die Macht, welches die Massen häufig stärker drangsalierte, als es unter den Zaren der Fall war.

Geschichtliche Entwicklung:

Der Stadtteil Neuberesinchen entstand seit 1977 auf einer Fläche, die im Norden von der Großen Müllroser Straße, im Westen vom Gelände des Lutherstifts und des Hauptfriedhofs, im Süden von der Eisenbahnlinie nach Grunow und im Osten von der Eisenbahnlinie nach Guben begrenzt wurde. Dort fanden sich bis dato Felder, Gärten und eine lockere Eigenheimbebauung. In Verlängerung der Fürstenberger Straße entstand ab 1977 die ,,Straße des Roten Oktobers" als Verbindungsstraße zwischen Großer Müllroser Straße und Birkenallee im I.Wohnkomplex Neuberesinchens. Sie wurde 1991 in ,,Johann-Eichhorn-Straße" umbenannt.