Thorner Grund
Straßenschlüssel:
Thorner Grund
Inkraft getreten: - , Außerkraft getreten: -
Ehemalige Straßennamen:
Erläuterung aktueller Straßenname:
Thorner Grund: Toruń ist eine kreisfreie Stadt in der polnischen Wojewodschaft Kujawien-Pommern. Sie liegt im (früher so bezeichneten) Kulmerland an der Weichsel (Wisła) 65 Meter über dem Meeresspiegel. Toruń hatte am 31. Dezember 2020 198.613 Einwohner. Der deutsche Name ist Thorn. Viele Jahre war die Stadt Schmelztiegel polnisch-deutscher Geschichte. Ihr bekanntester Sohn ist der Astronom Nikolaus Kopernikus, Begründer des heliozentrischen Weltbilds. Thorn entstand 1231 als erste Siedlung im Kulmerland unter Regie des Deutschen Ritterordens, die Siedler aus Westfalen herbeiriefen. Am 28.Dezember 1233 mit erlangte Thorn Stadtrecht. Im 14. Jahrhundert wurde die Stadt Hansemitglied. deutschen Handelsstädte mit dem Königreich Polen. 1411 unterstellte sich Thorn als Mitglied des preußischen Bunds dem polnischen König. Nach dem zweiten Thorner Frieden 1466 wurden die Städte Thorn, Danzig und Elbing als „Quartierstädte“ des Hansebundes polnisch-preußische Stadtrepubliken. Im Großen Nordischen Krieg wurde Thorn 1703 durch die Schweden eingenommen und verarmte in der Folge. 1793 gelangte Thorn infolge der polnischen Teilung an Preußen. 1807 war es vorübergehend Teil des Herzogtums Warschau, kam 1815 wiederum an Preußen. 1871 erhielt Thorn Eisenbahnanschluss. Nach der deutschen Niederlage im ersten Weltkrieg wurde die Stadt im Rahmen des Versailler Vertrags Bestandteil der Zweiten Polnischen Republik. 1939 besetzte die deutsche Wehrmacht die Stadt. Im Frühjahr 1945 wurde es von der Roten Armee erobert. Toruń war bis 1990 Teil der Volksrepublik Polen und gehört seitdem zur Republik Polen.
Geschichtliche Entwicklung:
Nach dem verlorenen I.Weltkrieg, gingen weite Teile der preußischen Provinzen Westpreußen, Posen und Oberschlesien an die neu entstandene Republik Polen bzw. die Freie Stadt Danzig. Weite Gebiete der Eisenbahndirektionen Posen, Danzig und Bromberg kamen an diese beiden Staaten. Der bei Deutschland verbliebene Rest wurde 1920 zur Reichsbahndirektion Osten zusammengefasst, die 1923 ihren Sitz in Frankfurt nahm. Das bedeutete für zahlreiche Angestellte nach Frankfurt zu ziehen wo nun Wohnungen benötigt wurden.. Dafür stellte die Stadt Frankfurt an der Oder auf dem Gelände des einstigen Gutes Paulinenhof große Flächen Bauland zur Verfügung. Der Architekt Martin Kießling wurde mit dm Bau beauftragt und schuf eine gartenstadtähnliche Siedlung. Deren Straßen benannte man nach den früheren Heimatorten der neuen Bewohner. So auch den Thorner Grund, der seinen Namen 1923 erhielt. Die nach dem zweiten Weltkrieg an die Macht gekommenen Kommunisten wollten die Erinnerung an die einst deutschen Städte tilgen. Die Straßen wurde meist nach bekannten Komponisten umbenannt wie in diesem Fall 1953 nach dem Komponisten Joseph Haydn..