Tunnelstraße

Postleitzahl: 15230,15232

Straßenschlüssel: 00330
Tunnelstraße

Inkraft getreten: 1879

Postleitzahl:

  • 15230
  • 15232

Stadtgebiet:

  • 12 - Gubener Vorstadt
  • 21 - Altberesinchen

Ehemalige Straßennamen:

  • Sorauerstraße, 1927-1953

Erläuterung aktueller Straßenname:

Die Straße wurde nach dem Beresinchentunnel benannt, welcher zwischen den 1870er-Jahren bis 1925 den Stadtteil Beresinchen mit der Bahnhofstraße verband und Mitte der 1920er-Jahre durch einen Straßentunnel ersetzt wurde. Genannte Tunnel unterqueren die Gleisanlagen des Frankfurter Bahnhofs.

Geschichtliche Entwicklung:

Die Tunnelstraße existiert seit 1879 zwischen Dresdener und Görlitzer Straße. Ende der 1870er-Jahre begann der sukzessive Aufbau der ,,Bahnhofsvorstadt", südwestlich der Bahnlinie Berlin Frankfurt(Oder), später nur noch unter dem Namen ,,Beresinchen" geläufig. Zwischen Beresinchen und dem Bahnhofsvorplatz entstand ein Fußgängertunnel, um zu vermeiden das, dass Personen die Bahngleise direkt überquerten und es dadurch zu Unfällen kam. Am westlichen Tunnelende trafen Tunnel- und Dresdener Straße aufeinander. Nach 1924 wurde ein neues Empfangsbebäude errichtet, der Bahnhofsvorplatz um ca. vier Höhenmeter abgesenkt und komplett umgestaltet. Im Zuge dessen entstand nunmehr ein Straßentunnel, der ,,Beresinchen- " oder ,,Bahnhofstunnel", durch welchen die Tunnelstraße fortan bis an die Bahnhofstraße führt. Die bestehenden Häuser der Tunnelstraße und der Dresdener Straße mussten für den Straßenanschschluss an den neuen Tunnel bis unter ihre ursprünglichen Fundamente freigelegt und neu untermauert werden. Die früheren Kellergeschosse nutzte man danach als Geschäftsräume. Durch Erweiterung des Stadtteils Beresinchen kam es in den 1900er-Jahren zur Südverländerung um etwa 100 Meter. Nach 1953 wurde die damalige Sorauer Straße der Tunnelstraße zugeordnet. Der dabei entstandene östliche Stich kam 1988 zur Mixdorfer Straße. In den 2010er-Jahren wurde der Beresinchentunnel saniert und verlor seinen Tunnelcharakter, sondern bildet nunmehr eine Aneinanderreihung mehrerer Brücken.

Karte: