Tzschetzschnower Oberweg

Straßenschlüssel:
Tzschetzschnower Oberweg

Inkraft getreten: 1846, Außerkraft getreten: 1941

Ehemalige Straßennamen:

Erläuterung aktueller Straßenname:

Tzschetzschnower Oberweg: Zum einstigen Kämmereidorf Tzschetzschnow gelangte man seinerzeit auf zwei Wegen. Zum einen durch das Odertal und danach rechterhand über das Tal des Güldendorfer Mühlenfließes. Die andere Variante verlief vom Carthausplatz über die Hochebene (heute Stadtteil Neuberesinchen)in südwestliche Richtung. Diesen Weg nannte mann Tzschetzschnower Oberweg. Der Frankfurter Ortsteil Güldendorf liegt fünf Kilometer südlich der Innenstadt von Frankfurt (Oder). Die slawische Siedlung Tzschetzschnow bestand etwa seit dem Jahr 800. Aus dieser entwickelte sich ein deutsches Dorf, welches um 1230 erstmals urkundliche Erwähnung fand. Die Umgebung war hügel- und wasserreich, weshalb sich um das Dorf einige Mühlen etablierten. Auch Weinbau spielte bis in die frühe Neuzeit eine Rolle. Im Hochmittelalter war Tzschetzschnow Kämmereidorf. Später wurde das Dorf mehrfach zerstört (30-jähriger Krieg) Eine der größten Schlachten des Siebenjährigen Krieges fand beim Tzschetzschnow auf der anderen Oderseite gegenüber liegenden Dorf Kunersdorf statt. Tzschetzschnow kam 1827 zum Kreis Lebus, wo es bis 1945 verblieb. 1934 entstand direkt nördlich des Ortes die Reichsautobahnstrecke nach Berlin. 1937 wurde Tzschetzschnow in „Güldendorf“ umbenannt, da es den Nationalsozialisten zu slawisch klang. Eine Rückbenennung erfolgte nie. Güldendorf kam ab 1945 zum Stadtkreis Frankfurt (Oder). Die offizielle Eingemeindung erfolgte 1947.

Geschichtliche Entwicklung:

Der Weg von der Gubener Vorstand zum Dorf Tzschetzschnow über die Hochfläche trug von 1846 bis 1941 den Namen Tschetzschnower Oberweg. 1937 wurde Tzschetzschnow in Güldendorf umbenannt. Die Straße hieß dann ab 1941 Güldendorfer Straße.