Werner-von-Siemens-Straße (Markendorf-Siedlung)

Straßenschlüssel:
Werner-von-Siemens-Straße (Markendorf-Siedlung)

Inkraft getreten: - , Außerkraft getreten: -

Ehemalige Straßennamen:

Erläuterung aktueller Straßenname:

Ernst Werner Siemens, ab 1888 von Siemens wurde am 13.Dezember 1816 in Lenthe im Königreich Hannover geboren. Siemens war ein deutscher Erfinder, Elektroingenieur und Industrieller. Der Vater war Gutspächter. So musste Werner siebenjährig mit den Eltern und Geschwistern auf das Gut Menzendorf in Mecklenburg ziehen. Nachdem er zunächst von Vater und Großmutter unterrichtet wurde, besuchte er ab 1828 die Schönberger Bürgerschule, ab 1828 das Lübecker Katharineum, wo er durch gute Leistungen in Mathematik auffiel. Siemens verließ 1834 das Gymnasium trat er in die preußische Armee ein und besuchte die Artillerieschule in Magdeburg. 1835 wurde er Offiziersanwärter und wechselte für drei Jahre an die Berliner Artillerie- und Ingenieurschule, die er 1838 im Rang eines Leutnants verließ. Er nahm seinen Dienst bei der 3. Artilleriebrigade auf, wurde alsbald wegen einer Duellteilnahme zur mehrjähriger Festungshaft verurteilt. Dort konnte er in einem Versuchslabor an elektrischer Galvanisierung forschen. 1842 begnadigt blieb Siemens noch sieben Jahre beim Militär, wobei er für dieses technische Neuerungen entwickelte. Durch die Vermarktung praktischer Erfindungen gelangte er nebenbei zu etwas Geld. Er war zweimal verheiratet und hatte insgesamt sechs Kinder.Die von ihm getätigte Entdeckung des dynamoelektrischen (auch elekrodynamisches Prinzip genannt) war Grundlage zahlreicher Erfindungen. Er war Mitbegründer der 1847 entstandenen Telegraphen-Bau-Anstalt Siemens und Halske, Vorgänger der heutigen Siemens AG. Aus einer kleinen Werkstatt, die neben Telegraphen, Eisenbahnläutwerke, Drahtisolierungen u.v.a.m. herstellte entwickelte sich einer der weltweit größten Elektro- und Technologiekonzerne. Am 6. Dezember 1892 verstarb Werner von Siemens in Berlin und wurde auf dem Alten Luisenfriedhof in Charlottenburg beigesetzt und später in eine Familiengrabanlage auf dem Südwestfriedhof Stahnsdorf umgebettet.

Geschichtliche Entwicklung:

Mitte der 1990er-Jahre wurde zwischen Markendorf und Markendorf-Siedlung auf der Fläche gerodeter Obstplantagen ein Gewerbegebiet angelegt, in welchem u.a. die Landesversicherungsanstalt des Landes Brandenburg ihren Standort erhielt. Die Straßen wurden 1996 nach Wissenschaftlern, Erfindern oder Industriellen benannt. So erhielt auch 1996 die ,,Werner-von-Siemens-Straße" ihren Namen. Die wurde jedoch 2005 durch die Firma First-Solar überbaut. Der Name lebte 2007 wieder auf und für eine Straße auf dem Gelände des ehemaligen Halbleiterwerks.