Wieckeplatz

Straßenschlüssel:
Wieckeplatz

Inkraft getreten: 1927, Außerkraft getreten: 1976

Ehemalige Straßennamen:

Erläuterung aktueller Straßenname:

Wieckeplatz: Carl Wilhelm Wiecke wurde am 13. April 1801 in Fraustadt (Provinz Posen) geboren. Wiecke war Pädagoge und vom 17.10.1832 bis 21.11.1880 Rektor der Frankfurter Oberschule. Als Lehrer, Direktor der Oberschule Frankfurt (Oder) und als Mitglied der Schuldeputation prägte er Jahrzehnte lang die hiesige Bildungspolitik und erwarb sich große Verdienste um das städtische Schulwesen. Im September 1848 leitete er die 2. Brandenburger Provinziallehrerkonferenz in Frankfurt (Oder) mit der Forderung nach Reform des Erziehungswesens. Er setzte sich für eine staatliche Ausbildung begabter Kinder vermögensloser Eltern ein und rief dazu 1870 eine Stiftung ins Leben. Wiecke starb am 21.November 1880 in Frankfurt (Oder).

Geschichtliche Entwicklung:

Mit der Errichtung des Neuen, später Alten Friedhofs (Heute Kleistpark)wuchs die Bebauung Frankfurts über die alten Grenzen hinaus auf die Hochflächen westlich der Altstadt. So wurde 1846 die Kirchhofstraße benannt, die 1879 in Luisenstraße umbenannt wurde. Diese wurde sukzessive westwärts verlängert. Der südöstliche Teil zwischen Kleist- und Wieckestraße hieß von 1925 an Wieckeplatz und wurde Mitte der 1970er-Jahre überbaut.