Wladimir-Iljitsch-Lenin-Allee

Straßenschlüssel:
Wladimir-Iljitsch-Lenin-Allee

Inkraft getreten: 1978, Außerkraft getreten: 1992

Ehemalige Straßennamen:

Erläuterung aktueller Straßenname:

Wladimir Iljitsch Lenin, eigentlich Wladimir Iljitsch Uljanow wurde am 22. April 1870 (nach gregorianischem Kalender) in Simbirsk (heute Uljanowsk) geboren. Lenin war russischer Politiker und kommunistischer Revolutionär, marxistischer Theoretiker, Vorsitzender der von ihm mitgegründeten Bolschewiki (von1903 bis 1924). Lenin begründete die Sowjetunion und war deren Regierungschef zwischen 1922 und 1924. Auslöser für seine revolutionäre Tätigkeit war die Hinrichtung seines Bruders Alexander wegen der Planung eines Attentats auf den Zaren 1887. Lenin schloss sich den marxistisch geprägten Sozialdemokraten an und plante eine kommunistische Revolution in Russland. Er lebte jahrelang im (überwiegend) Schweizer Exil. 1917 wurde in Russland die Monarchie durch die bürgerliche Februarrevolution gestürzt. Wegen des Festhaltens an Russlands Beteiligung am ersten Weltkrieg durch die neue Regierung betrieben Lenin und die Bolschewiki deren Sturz. So kamen die Bolschewiki unter Lenins Führung im November 1917 durch die Oktoberrevolution an die Macht. Sie schufen gewaltsam die sogenannte Diktatur des Proletariats. Im folgenden Bürgerkrieg gelang es ihnen, weite Teile des Russischen Reichs zu kontrollieren- Daraus entstand 1922 die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken. Lenin war nach einem gescheiterten Attentat auf ihn schwer krank. Er verstarb am 21.Januar 1924 nahe Moskau. Sein Leichnam wurde einbalsamiert und in einem Mausoleum an der Kremlmauer aufgebahrt.

Geschichtliche Entwicklung:

Der Stadtteil Neuberesinchen entstand seit 1977 auf einer Fläche, die im Norden von der Großen Müllroser Straße, im Westen vom Gelände des Lutherstifts und des Hauptfriedhofs, im Süden von der Eisenbahnlinie nach Grunow und im Osten von der Eisenbahnlinie nach Guben begrenzt wird. Dort fanden sich bis dato Felder, Gärten und eine lockere Eigenheimbebauung. Westlich der ehemalige Baumschule Heinrich Jungclaussen führte seit 1978 die Hauptstraße des Stadtteils, die Wladimir-Iljitsch-Lenin-Allee, im Bogen von der Kreuzung Am Goltzhorn/Robert-Havemann-Straße bis kurz vor den Alten Wasserturm. Deren geplante Weiterführung über die Bahnanlagen zum heutigen Buschmühlenweg wurde verworfen. 1992 fand die Umbenennung in ,,Birkenallee" statt. Andere vorher im Territorium befindliche Straßen haben mit dem heutigen Verlauf der Birkenallee nichts zu tun.