Züllichauer Straße
Straßenschlüssel:
Züllichauer Straße
Inkraft getreten: 1927, Außerkraft getreten: 1965
Ehemalige Straßennamen:
Erläuterung aktueller Straßenname:
Züllichauer Straße: Sulechów (deutsch: Züllichau) ist eine Kleinstadt in der polnischen Wojewodschaft Lebuser Land (Lubuskie). Die Stadt liegt sechs Kilometer nördlich des Oderknies, wo sich der Fluss nach Westen wendet, 15 Kilometer nördlich von Zielona Góra. Das von slawischen Stämmen besiedelte Land wurde im 10. Jahrhundert von Herzog Mieszko erobert und Teil des polnischen Staates. Später übernahmen die Schlesischen Herzöge die Herrschaft über das Gebiet und gründeten um 1250 die Stadt. Die urkundliche Ersterwähnung der Stadt erfolgte hingegen erst 1319. 1482 fiel Züllichau an die deutsche Mark Brandenburg. 1537 wurde die Stadt Teil der Markgrafschaft Brandenburg-Küstrin. Deren Markgrafen Hans von Küstrin führte die Reformation ein. Mit Einwanderern aus Franken und Flandern fasste das Weberhandwerk Fuß und führte zum Wirtschaftsaufschwung. Im Dreißigjährigen Krieg kam es jedoch zu einem Niedergang. Zu Beginn des 18.Jahrhunderts wurde Züllichau, nunmehr preußisch, zur Garnisonsstadt entwickelt. Im 19. Jahrhundert brachte eine Verwaltungsreform Züllichau den Kreisstadtstatus. Ab 1849 war die Stadt Sitz des Kreisgerichts, von 1879 bis 1952 eines Amtsgerichts. Aus dem Tuchmachergewerbe hatte sich eine leistungsstarke Textilindustrie entwickelt. Der 1870 erfolgte Eisenbahnanschluss, sowie die Eröffnung des Oderhafens Tzschicherzig 1898 beförderten die Ansiedlung neuer Industrien. Im Ergebnis des I.Weltkriegs kam Züllichau in eine Grenzlage. Gegen Ende des II.Weltkriegs wurde die Stadt bei Kämpfen mit der Roten Armee erheblich zerstört. Die deutsche Bevölkerung wurde vertrieben und durch polnische Einwohner ersetzt. 1945 erhielt Züllichau den polnischen Namen Sulechów.
Geschichtliche Entwicklung:
Beresinchen ist eine alte Flurbezeichnung für eine Hochfläche, südwestlich der Altstadt von Frankfurt(Oder) gelegen. Der Name stammt aus dem Slawischen und bedeutet mit hoher Wahrscheinlichkeit ,,Birkenwäldchen". Auf der Fläche befanden sich Felder, Gärten, in früherer Zeit auch Weinberge Frankfurter Bürger. Auch ein Gehöft oder Vorwerk, das vermutlich auch Beresinchen hieß, ist bezeugt. 1842 erhielt Frankfurt(Oder) Eisenbahnanschluss. Für die Eisenbahner und von der Bahn abhängige Handwerker entstand seitdem ein neuer Stadtteil, die Bahnhofsvorstadt, für die sich alsbald der Name Beresinchen einbürgerte. Eine westlich gelegene Zufahrtstraße zum Bahngelände erhielt 1846 den Name Beresinchen, der sich bis 1874 in ,,Am Beresinchen"veränderte. 1909 findet man im Stadtplan die Bezeichnung ,,Schwarzer Weg". Von 1927 bis 1965 hieß die Straße ,,Züllichauer Straße", danach Finkenheerder Straße.