Frankfurt (Oder) unterstützt Aussagen von Dietmar Woidke zu erneuerbaren Energien
Stadt braucht aber dringend Unterstützung beim Ausbau der Infrastruktur
Dr. Axel Strasser, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder), begrüßt die jüngste Aussage des brandenburgischen Ministerpräsidenten zur Nutzung des in Brandenburg erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien. Dr. Dietmar Woidke hatte in einem Interview gegenüber der „Zeit“ gesagt: „Ich will nicht all unseren Strom an Herrn Söder nach Bayern schicken, sondern hier in der Region nutzen.“
Axel Strasser sagte dazu: „Wir in Frankfurt (Oder) können rein rechnerisch bereits etwa 70 Prozent des Bedarfs unserer Stadt mit erneuerbaren Energien decken, die durch Wind-, Photovoltaik- und Biogasanlagen auf unserem Stadtgebiet erzeugt wurden. Ich unterstütze die Aussage unseres Ministerpräsidenten, dass die in Brandenburg erzeugten, preisgünstigen erneuerbaren Energien auch den Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen in Brandenburg zugutekommen sollen. Energie ist die Währung der Zukunft. Wenn wir in Frankfurt (Oder) mithalten wollen, brauchen wir dringend die nötige Infrastruktur. Deshalb ringen wir mit den Netzbetreibern aktuell um den unbedingt notwenigen Bau eines neuen Umspannwerkes. Ohne dieses Umspannwerk kommen wir weder bei der Energiewende noch bei der Ansiedlung energieintensiver Unternehmen und der Entwicklung unseres Industriegebietes an der A 12 voran. Wir nehmen Herrn Woidke beim Wort und hoffen auf die Unterstützung des Landes.“
Im Stadtgebiet von Frankfurt (Oder) sind bisher 20 Windkraftanlagen, etwa 1.700 Photovoltaikanlagen, fünf Biogasanlagen und die Klärgasanlage des städtischen Wasser- und Abwasserbetriebes am Netz. Die mit Abstand größten Stromerzeuger sind dabei die 20 Windkraftanlagen, die das Dreifache der Menge einspeisen wie die 1.700 Photovoltaikanlagen.
Nach Aussagen der Landesregierung erzeugt Brandenburg im Bundesvergleich die meiste erneuerbare Energie pro Kopf. Im Vergleich ist sie auch am preiswertesten.
Um Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen zu entlasten, ist es das Ziel von Dietmar Woidke, dass der in Brandenburg günstig erzeugte Strom aus erneuerbaren Energien auch hier verbraucht wird.