Sonderausstellung des United States Holocaust Memorial Museums wird gezeigt

Am Donnerstag, 8. Mai 2025 um 16.00 Uhr eröffnet die Ausstellung „Einige waren Nachbarn. Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand“ im Museum Viadrina.

Die Ausstellung wurde anlässlich des 80. Jahrestags des Kriegsendes vom United States Holocaust Memorial Museum in Washington entwickelt und dem Museum kostenfrei zur Verfügung gestellt. Sie widmet sich der Frage, wie der Holocaust möglich war und legt ihr Augenmerk dabei auf die Rassepolitik des „Dritten Reiches“ und deren Wirkung in den von der NS-Herrschaft beherrschten Gesellschaften.

Die Ausstellung wird erstmals in Brandenburg und weltweit erstmals sowohl in deutscher als auch in polnischer Sprache gezeigt. Der Eintritt in die Sonderausstellung, welche bis zum 30. Dezember 2025 im Museum Viadrina besucht werden kann, ist frei.

Am Donnerstag, 8. Mai um 18.00 Uhr hält Dr. Karl-Konrad Tschäpe den Vortrag „80 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs – Frankfurt (Oder) im Jahr 1945“.

Das Jahr 1945 ist für die Geschichte der Stadt und Region Frankfurt (Oder) prägend. Die in der NS-Zeit als ideologisches und administratives regionales Zentrum fungierende Stadt wurde am 26. Januar 1945 zur Festung erklärt. Kurz darauf wurde sie für knapp drei Monate Frontstadt. Zum letzten Mal wurden von Frankfurt aus NS-Massaker mitorganisiert und durchgeführt. Gleichzeitig strömten hunderttausende Flüchtlinge über die Oderbrücken. Als die Rote Armee am 23. April 1945 die Stadt besetzte, war die teils bereits brennende Stadt Plünderungen und Brandschatzungen ausgesetzt.

Der Vortrag beleuchtet Aspekte einer komplexen Zeit, deren Folgen bis heute sichtbar und spürbar sind.

Teilnahmegebühr: 5,30 Euro/Person, ermäßigt 3,40 Euro/Person

Presseanfragen zu beiden Veranstaltungen können an Dr. Karl-Konrad Tschäpe (T: 0335 401560, E: Karl-Konrad.Tschaepe@museum-viadrina.de) gerichtet werden.