Gemeinsames Treffen der Stadtverordneten aus Doppelstadt

Am 5. März 2026, trafen sich im Frankfurter Rathaus Stadtverordnete aus Frankfurt (Oder) und Słubice. Thema des Treffens war vor allem die Machbarkeitsstudie zu möglichen weiteren Oderquerungen. In letzter Zeit hatte es dazu einige Missverständnisse gegeben.

Ein Teil der Stadtverordneten hatte den Eindruck, dass mit dem Beginn der Studie bereits entschieden worden sei, eine zweite Brücke in der Stadt zu bauen. Beim Treffen erklärten Vertreter beider Verwaltungen und des beauftragten Unternehmens jedoch, dass noch keine solche Entscheidung getroffen wurde.

Die Studie soll zunächst eine grundlegende Frage beantworten: Wird überhaupt eine weitere Brücke benötigt? Diese Frage ist besonders wichtig, weil inzwischen bekannt ist, dass die Autobahn auf deutscher Seite auf sechs Spuren ausgebaut werden soll. Erst wenn die Untersuchung einen Bedarf bestätigt, können mögliche Standorte für eine neue Brücke geprüft werden. Dabei sollen auch Umweltfragen berücksichtigt werden.

Falls die Studie zu dem Ergebnis kommt, dass eine weitere Brücke sinnvoll ist, soll sie beiden Städten als Grundlage für Gespräche mit den nationalen Regierungen dienen. Denn die Planung und der Bau grenzüberschreitender Brücken liegen in der Zuständigkeit der Staaten.

Die Teilnehmenden waren sich außerdem einig, dass bei der Prüfung auch andere Verkehrsprojekte im Umkreis von 50 Kilometern um das Doppelstadtzentrum berücksichtigt werden müssen, zum Beispiel die Sanierung der Straßenbrücke in Kostrzyn nad Odrą / Küstrin-Kietz. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass die Studie auch Fragen der Sicherheit behandeln soll, einschließlich militärischer Sicherheit.

Die Kosten für die Erstellung der Studie werden zu 80 % von der Europäischen Union im Rahmen des Projekts „Mobile Doppelstadt” aus Mitteln des Programms Interreg VI A Brandenburg-Polen übernommen.

Am Rande des Treffens informierten die Bürgermeisterin von Słubice und der Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder) außerdem darüber, dass die Gespräche über eine gemeinsame Finanzierung der grenzüberschreitenden Buslinie 983 andauern.

Das Treffen fand im Rahmen des Projektes „Mobile Doppelstadt“ statt, welches aus dem Interreg VI A Kooperationsprogramm Brandenburg-Polen kofinanziert wird.

12.03.2026