„Mehr Sprache im Beruf!“ - die Stadt Frankfurt (Oder) und der Rat für Mehrsprachigkeit laden zum 8. Frankfurt-Słubicer Bildungsforum und Fachtag Mehrsprachigkeit 2026 ein
Am Donnerstag, dem 15. Oktober 2026, findet von 9.00 bis 16.00 Uhr im Collegium Polonicum, ul. Kościuszki 1, 69-100 Słubice, das 8. Frankfurt-Słubicer Bildungsforum gemeinsam mit dem Fachtag Mehrsprachigkeit des Landes Brandenburg statt. Die Stadt Frankfurt (Oder) und das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg laden unter dem Motto „Mehr Sprache im Beruf!“ zum grenzüberschreitenden Austausch ein.Mehrsprachigkeit gehört in der deutsch-polnischen Grenzregion zum Alltag. Zugleich ist sie eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Bildungswege, berufliche Mobilität und die Gewinnung von Fachkräften. Das Bildungsforum nimmt deshalb in den Blick, wie Sprachkenntnisse sichtbar gemacht, im Übergang von Schule und Ausbildung in den Beruf gefördert sowie in Unternehmen besser genutzt werden können.
Oberbürgermeister Dr. Axel Strasser: „Mehrsprachigkeit ist die Voraussetzung, dass unsere Doppelstadt noch enger zusammenwächst. Sie ist eine Bildungsressource, eine berufliche Kompetenz und ein Standortvorteil. Wer Deutsch und Polnisch beherrscht, erweitert seine Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten auf beiden Seiten der Oder. Wirtschaft und Verwaltung profitieren von dieser Kompetenz. Bildungseinrichtungen, Verwaltung und Wirtschaft sind deshalb gemeinsam gefordert, das Erlernen der Nachbarsprache zu fördern und vorhandene Sprachkenntnisse im beruflichen Alltag stärker zur Geltung zu bringen.“
Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft des Ministers für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, Gordon Hoffmann. Er betont: „Mehrsprachigkeit eröffnet Bildungs- und Berufschancen und ist gerade in einer Grenzregion eine wichtige Ressource. Der gemeinsame Fachtag und das Bildungsforum bringen Schule, Ausbildung, Wirtschaft und Verwaltung zusammen und zeigen, wie sprachliche Kompetenzen noch stärker für erfolgreiche Bildungs- und Berufswege genutzt werden können.“
Zum Auftakt spricht der Autor, Kabarettist und Schauspieler Steffen Möller über die Bedeutung der polnischen Sprache für seinen persönlichen und beruflichen Weg. Dr. Peter Rosenberg widmet sich anschließend dem Verhältnis von Deutschkenntnissen und Mehrsprachigkeit. Eine Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Bildung, Verwaltung und Wirtschaft geht der Frage nach, welche Chancen Mehrsprachigkeit auf dem Arbeitsmarkt eröffnet.
Am Nachmittag vertiefen acht Workshops die Themen des Forums. Dabei geht es unter anderem um anerkannte Sprachnachweise, digitale Übersetzungswerkzeuge, Sprachförderung in Betrieben, interkulturelle Kompetenzen, mehrsprachige Bildungs- und Berufswege sowie den künftigen Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Berufsbildung. Begleitend stellen sich beim „Markt der Möglichkeiten“ Bildungseinrichtungen, Projekte und Beratungsangebote aus der Doppelstadt vor.
Das Frankfurt-Słubicer Bildungsforum besteht seit 2017. Es bringt Akteurinnen und Akteure aus Bildung, Wissenschaft, Verwaltung, Politik und Wirtschaft zusammen. Ziel ist es, Erfahrungen auszutauschen, grenzüberschreitende Kooperationen zu stärken und konkrete Impulse für die Bildungslandschaft der Doppelstadt Frankfurt (Oder)-Słubice zu entwickeln. Die Verbindung mit dem Fachtag Mehrsprachigkeit erweitert diesen Austausch um die landesweite Perspektive.
Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Lehrkräfte, Ausbilderinnen und Ausbilder, Personalverantwortliche, Fachkräfte sowie weitere Interessierte aus der deutsch-polnischen Grenzregion. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.
Gefördert wird das Vorhaben durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) im Rahmen des Programms „Bildungskommunen“ sowie durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport und das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa des Landes Brandenburg.
Das vollständige Programm und die Anmeldung sind unter www.forum2026.eu abrufbar.